Gelesen: „Moondust“ von Gemma Fowler

Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Chicken House (21. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551521026
ISBN-13: 978-3551521026
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Moondust

Aggie hat sich mit ihrem neuen Zuhause arrangiert: Die 17-Jährige arbeitet auf der Mondstation von Lunar Inc. Hier wird Lumite gewonnen, eine Energie, die Licht und Hoffnung spendet, die das Ende von Krieg und knappen Ressourcen bedeutet. Davon ist Aggie fest überzeugt und deshalb lässt sie sich auch überreden, Botschafterin von Lunar Inc. zu werden. Doch eine zufällige Begegnung mit Danny ändert alles. Der attraktive Rebell zeigt ihr eine Seite des Monds, von deren Existenz sie keine Ahnung hatte und die sie zutiefst erschüttert. Jetzt ist nicht nur Aggies Zuhause in Gefahr …
(Quelle: Chicken House)

Der Science-Fiction Roman „Moondust“ stammt von der Autorin Gemma Fowler. Es ist das Debüt der Autorin das mich besonders durch Klappentext und Cover angesprochen hat. So habe ich mich dann auch recht schnell ans Lesen gemacht.

Die handelnden Charaktere sind an und für sich okay. Ein paar Dinge erfährt man über sie, so ganz reichen sie aber nicht um sich wirklich mit den Figuren identifizieren zu können.
Aggie ist eigentlich ganz liebenswert. Sie lebt auf dem Mond und ist ziemlich tollpatschig. Sie lebt recht zurückgezogen, ist isoliert von allem, aufgrund eines vergangenen Traumas. Irgendwie war es für mich schwer sie wirklich zu durchschauen. Sie wirkte naiv und das sie immerzu erwähnt das es ihr doch sehr schlecht geht, mir war das dann doch zu viel.

Auch die Nebenfiguren bleiben recht blass und unscheinbar. Mir hat hier einiges gefehlt, ich hätte so gerne mehr über beispielsweise Danny oder auch Seb erfahren.

Der Schreibstil der Autorin ist gar nicht mal so schlecht. Er ist leicht und sehr angenehm zu lesen und man erhofft sich als Leser wirklich sehr viel vom Geschehen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Aggie geschildert. Hierfür hat die Autorin die personale Erzählperspektive verwendet. Ich empfand sie aber als nicht ganz passend, da man so nur von oben herab auf alles blickt und nicht ganz an Aggie rankommt.
Die Handlung selbst hat mich dann aber doch enttäuscht. Zuerst einmal musste ich mich in der Welt zurecht finden. Nachdem dies geschehen war hatte ich große Hoffnung auf Spannung. Sie ist zwar da aber leider nicht konstant. Immer wieder gibt es hier Flauten, Durststrecken in denen ich mich wirklich zwingen musste dranzubleiben. Hinzu kommen auch einige unschlüssige Szenen, die nicht wirklich ins Geschehen hineinpassten.
Die Grundidee hingegen ist klasse und es ist auch gar nicht so abwegig. Allerdings hat Gemma Fowler die Umsetzung nicht unbedingt so hinbekommen wie man es erwartet. Immer wieder deutet sie Dinge an, führt diese dann aber nicht vollkommen zu Ende.

Das eigentliche Ende ist soweit gut. Es gibt hier einige doch überraschende Dinge, die schon auch interessant sind. Und dann ist das dieser Cliffhanger, plötzlich ist es vorbei, ohne jegliche Vorwarnung. Ich weiß aber noch nicht ob ich eine eventuelle Fortsetzung lesen würde. Das entscheide ich dann ganz spontan.

Alles in Allem ist „Moondust“ von Gemma Fowler ein Debüt das leider nicht halten kann was der Klappentext verspricht.
Ein wirklich toller, leicht zu lesender Stil der Autorin steht hier recht blass gezeichneten Charakteren und einer sehr durchwachsenen Handlung gegenüber. Es gibt hier sehr viel Potential durch die tolle Idee, die Autorin lässt dieses aber leider vollkommen ungenutzt.
Sehr schade!