Gelesen: “Nichts ist gut. Ohne dich.” von Lea Coplin

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1077 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG (20. April 2018)
Sprache: Deutsch

Sechs Jahre lang haben sich Jana und Leander nicht gesehen. Als Kinder waren sie unzertrennlich – bis zu diesem einen, verhängnisvollen Abend im August, als Janas Bruder Tim bei einem Autounfall ums Leben kam. Leander fuhr den Wagen. Und verschwand danach aus Janas Leben. Kein Wort haben sie seitdem gewechselt, wissen nichts mehr voneinander. Und jetzt steht er plötzlich vor ihr. Mit seinen hellblauen Augen. Und die Anziehungskraft ist so viel größer als Jana wahrhaben will. Sechs Jahre hat sie versucht, ihn zu hassen. Und nun ist er da, aus einem wirklich guten Grund: Er ist hier, damit sie ihn rettet. Nur weiß er das selbst noch nicht.
(Quelle: dtv Verlagsgesellschaft)


Der Jugendroman „Nichts ist gut. Ohne dich“ stammt aus der Feder von Lea Coplin. Hinter diese, Pseudonym verbirgt sich eine Autorin, die ich bereits durch eine Fantasyreihe gut kannte.
Das Cover dieses Buches hier hat mich richtig angesprochen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden.

Die Charaktere hat die Autorin sehr gut ausgearbeitet. Ich konnte mir alle vorstellen und die Handlungen auch richtig gut nachvollziehen.
Jana und Leander sind hier die Protagonisten. Im Grunde mochte ich beide richtig gerne. Allerdings habe ich gerade bei Jana doch einige Zeit gebraucht bis ich mich mit ihr angefreundet habe. Sie wirkte am Anfang so als wäre ihr alles egal. Das ändert sich glücklicherweise und so habe ich sie letztlich doch gemocht.
Leander wird von Schuldgefühlen geplagt, er leidet darunter, weiß nicht so ganz wohin mit sich. Für die Menschen, die ihm wichtig sind, ist er immer da und kämpft für sie.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und wirklich gut zu lesen. Man kommt als Leser sehr gut in die Geschichte hinein und kann auch gut folgen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Jana und Leander. Man ist so an beiden nah dran und kann ihnen gut folgen.
Die Handlung ist sehr berührend und auch spannend gehalten. Man kann sich als Leser sehr gut in die Charaktere einfühlen, es gibt hier eigentlich alles zu finden, von Drama bis hin zu großen Gefühlen. Es ist eine Geschichte über zwei junge Menschen, die ein Unglück erlebt haben und nun versuchen wieder ins Leben zu finden. Man taucht als Leser ab, ist gefangen zwischen den Seiten.

Das Ende empfand ich als dramatisch und ja leider auch vorhersehbar. So ganz hat es mich nicht zufriedengestellt, es sind ein paar Dinge auf die ich gerne noch Antworten gehabt hätte. Außerdem wirkte es dann doch auch ziemlich klischeehaft.

Zusammengefasst gesagt ist „Nichts ist gut. Ohne dich.“ von Lea Coplin ein Jugendroman, der mich nicht komplett begeistert hat.
Interessante Charaktere, ein flüssiger gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als emotional und auch spannend empfunden habe, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!