Gelesen: “Sommer in Atlantikblau” von Miriam Covi

Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (10. April 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453422139
ISBN-13: 978-3453422131

Als Lotte Seliger mit ihrer Mutter und ihren zwei Schwestern eine Reise nach New York antritt, ahnt sie nicht, was sie erwartet: Auf dem Rückflug muss die Maschine notlanden und die vier Seliger-Frauen sitzen an der kanadischen Ostküste fest. Lotte weiß nun nicht, ob sie es rechtzeitig zu ihrer Hochzeit nach Deutschland schaffen wird. Doch das ist noch nicht alles: Das Flughafenhotel ist ausgebucht und ausgerechnet ein mürrischer Typ namens Connor bietet Lotte und ihrer Familie Hilfe an. Lotte verliebt sich auf Anhieb in die malerische Landschaft am Atlantik und in das „Mapletree Bed & Breakfast“, wo sie unterkommen. Der Aufenthalt in Kanada könnte dank Blaubeermuffins, Strandspaziergängen und Muschelsuppe unverhofft schön werden, wenn Lotte nicht ständig von ihrer Familie auf Trab gehalten würde – und von dem schroffen Connor mit den unverschämt blauen Augen. Warum ist er ihr gegenüber bloß so unfreundlich? Als Lotte an einem stürmischen Nachmittag in Lebensgefahr gerät, ist ausgerechnet er zur Stelle …
(Quelle: Heyne Verlag)

Miriam Covi war mir als Autorin bereits aus einem anderen Buch gut bekannt. Nun durfte ich „Sommer in Atlantikblau“ aus ihrer Feder lesen und war entsprechend gespannt auf die Geschichte, die mich hier erwarten würde.

Von den Charakteren war ich wirklich angetan. Sie alle wirkten auf mich vorstellbar und gut beschrieben.
Lotte gefiel mir sehr gut. Mit ihrer Tante war sie emotional sehr verbunden und nun, da diese weg ist, vermisst sie diese sehr. Sie will es allen recht machen, dabei vergiss sie sich leider ein wenig. Ihre Hochzeit mit ihrem Verlobten steht bevor.
Neben Lotte lernt man auch ihre Schwestern Luise, die Älteste, und Sophie, die Jüngste, gut kennen Und natürlich darf die Mutter nicht fehlen. Sie ist eine Frau, die ihr Leben für ihre Familie geopfert hat.
Und man darf Connor nicht vergessen. Er ist absolut hilfsbereit und ein Mann, den Frauen lieben. Er hat hier immer mal wieder seinen Auftritt. Auf mich wirkte er eher undurchsichtig, erst mit der Zeit lernt man ihn wirklich gut kennen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich richtig leicht lesen. Zudem beschreibt die Autorin die Umgebung sehr bildhaft und somit vorstellbar.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Lotte. Hierfür hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet, die in meinen Augen richtig gut passt. So ist man als Leser mit Lotte verbunden, kann ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachempfinden.
Die Handlung selbst ist toll, es macht einfach total Spaß diese Geschichte zu lesen. Es ist eine Buch in dem man als Leser abtauchen kann, das einen die Umgebung vergessen lässt. Die Autorin konnte mich hier emotional vollkommen abholen. Hinzu kommen Wendungen und Geheimnisse, nichts ist vorhersehbar. Und es kommt natürlich auch Spannung auf, denn man will als Leser auch erfahren was Lotte alles wiederfährt, wie es ihr und den anderen Familienmitgliedern ergeht.

Das Ende empfand ich stimmig so wie es hier ist. Es passt sehr gut zur Gesamtgeschichte, schließt sie sehr gut ab und macht sie rund.

Zusammengefasst gesagt ist „Sommer in Atlantikblau“ von Miriam Covi ein Roman, der mich vollkommen abtauchen ließ.
Interessante, sehr gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger bildhafter Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als emotional, geheimnisvoll und auch spannend empfunden habe, haben mir wundervolle Lesestunden beschert und mich echt begeistert.
Wirklich zu empfehlen!