Eine kontrollierte Gesellschaft – unsere Zukunft?

Genau diese Frage, wird es eine kontrollierte Gesellschaft vielleicht irgendwann geben, stelle ich mir doch immer wieder. Vor allem wenn man durch Nachrichten hört, die Weltbevölkerung ist wieder gestiegen. Aktuell sind es mehr als 7,47 Milliarden Menschen, die auf unserer Erde zu Hause sind. Doch dies bezieht sich ja nicht unbedingt nur auf die gesamte Welt, man kann dies auch getrennt und nur für Deutschland betrachten.

(Bildquelle: Pixabay)

Nehmen wir doch einmal die Flüchtlinge die vor gar nicht allzu langer Zeit in unser Land geströmt sind. Wer weiß denn genau wie viele Menschen das waren? Das weiß doch eigentlich nur die Regierung. Sie kontrolliert die Einreise, hat ein Auge darauf wer wann und wie ins Land gekommen ist. Wir leben also bereits nah dran an einer immer währenden Kontrolle. Dazu zählt auch die Überwachung an öffentlichen Plätzen oder in Bahnen und Bussen.

Eine kontrollierte Gesellschaft aber bedeutet auch es gibt eine Geburtenkontrolle. Es wird geschaut wer wie viele Kinder zur Welt bringt. Diese Praxis wird ja bereits in ärmeren Ländern der Erde ausgeübt, beispielsweise in Indien oder China. Hier ist die Armut allgegenwärtig und das Einkommen reicht nicht aus um wirklich alle satt zu bekommen. Und genau in diesen Ländern ist auch die Fruchtbarkeitsrate sehr hoch. Das ist mit Sicherheit kein Zufall. Es sollte aber eigentlich immer das Ziel sein das man alle versorgen kann.

In China zum Beispiel wurde die Ein-Kind-Ehe praktiziert, mittlerweile sind sie aber schon wieder davon abgewichen. Unter Umständen darf eine Frau hier auch wieder mehr Kinder bekommen, wenn sie es denn selbst überhaupt will.

„Die Banner von Haven“ von Carrie Vaughn (weitere Infos)

Das Thema Geburtenkontrolle ist auch im Buch „Die Banner von Haven“ von Carrie Vaughn wichtig. Die Gesellschaft hier ist bereits stark dezimiert, eben weil es nur noch begrenzte Ressourcen gibt. Es wird alles genau vorgegeben, nicht nur was angebaut werden darf, sondern eben auch die Geburten sind geregelt. Wenn ein Haushalt sich einen Banner verdient hat dürfen sie erst ein Kind bekommen. Diese Banner verdient man sich, wenn man die Grundversorgung durch Handel und Anbau nachweisen kann. Damit gewährleistet die Regierung auch den Aufbau von Handel über den Ort hinaus.

Die kontrollierte Gesellschaft ist hier also bereits Realität geworden und die Autorin zeigt in ihrem Buch auch auf wohin das Ganze führt.

Weitere Informationen zum Buch gibt es auch in meiner Rezension.

1 Kommentare

  1. Die Idee der Gesellschaftsstruktur war für mich damals einer der Gründe „Die Banner von Haven“ zu lesen. Ich fand sie interessant, gerade weil sie eigentlich nicht so weit weg ist. Wie du schon sagtest, erinnert die Geburtenkontrolle im Buch fast schon etwas an das heutige China. Dort kann auch nur jener ein zweites Kind haben, der genug Geld hat. Im Buch erarbeiten sie sich die Banner, mit denen sie ein Kind bekommen können.

    Sehr interessant fand ich aber auch die etwas ungewöhnliche Familienbildung. So war es beispielsweise nicht entscheidend miteinander verwand zu sein um eine Familie zu sein. Die ganze Lebensweise ist deutlich flexibler.

    Gruß
    Annett

Kommentare sind geschlossen.