Gelesen: “Die Märchenjägerin” von Marlene May

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1872 KB
Verlag: Impress (3. Mai 2018)
Seitenzahl der Printausgabe: 259 Seiten
Sprache: Deutsch

**Täglich Märchenfiguren zu retten, ist ein harter Job**
Eve ist all das, was eine Jägerin, die im Märchenwald für Recht und Ordnung sorgt, typischerweise ausmacht: mutig, entschlossen und getrieben von einer dunklen Vergangenheit. Seit sie zusammen mit ihrer Schwester von einer bösen Hexe entführt und jahrelang eingesperrt wurde, sinnt sie auf Rache. Nun hat sie endlich eine Spur gefunden, doch der neue mysteriöse Jäger des Märchenwalds  kommt ihr zuvor. Als dann auch noch Schneewittchen verschwindet, Hänsel und Gretel vom Weg abkommen, der Froschkönig seine goldene Kugel verliert und alle Fäden wieder zu dem neuen Jäger Ace führen, weiß Eve, dass sie es mit einem ernstzunehmenden Konkurrenten zu tun hat. Doch sie erkennt erst viel zu spät, warum er wirklich im Märchenwald aufgetaucht ist…
(Quelle: Impress)

Der Roman „Die Märchenjägerin“ stammt von der Autorin Marlene May. Es ist ihr Debüt und ich wurde hier ganz besonders schon vom Cover angesprochen. Dann habe ich den Klappentext gelesen und wusste, dieses Buch muss ich lesen. Es klang einfach viel zu gut als es zu ignorieren.

Die handelnden Charaktere hat die Autorin wirklich vorstellbar und gut ausgearbeitet. Als Leser kann man die Handlungen gut nachvollziehen und verstehen. Sie wirkten wirklich realistisch dargestellt.
Eve als Protagonistin ist gelungen. Sie legt sich hier mit Hexen an. Ich empfand sie als interessant und wirklich gut ausgearbeitet. Eve ist stark und sinnt hier auf Rache. Allerdings ihr Verhalten, als sie auch Ace trifft, wirkte ein wenig merkwürdig.

Neben Eve gibt es noch andere wirklich interessante Charaktere und auch diverse verschiedene Wesen. Jeder hat so seine  ganz eigenen Dinge, auf mich wirkte alles glaubhaft und gut eingebracht.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und flüssig. Als Leser kommt man direkt ins Geschehen hinein und kann ohne Probleme folgen. Die Seiten sind quasi nur so dahingeflogen.
Die Handlung selbst ist sehr gelungen. Die Grundidee hat die Autorin wirklich gut umgesetzt. Als Leser findet man hier einiges an Spannung und Unterhaltung vor. Allerdings, die Autorin wollte meiner Meinung nach doch ein wenig zu viel. Ich war zwischenzeitlich immer wieder verwirrt und musste mich neu orientieren. Diese Passagen sind etwas schwierig, werden aber glücklicher weise immer wieder von besseren, interessanteren Szenen abgelöst.

Das Ende ist in meinen Augen richtig gut. Es passt sehr gut zur hier erzählten Gesamtgeschichte, macht diese rund und schließt sie gut ab. Man wird als Leser letztlich zufriedengestellte aus der Geschichte entlassen.

Zusammengefasst gesagt ist „Die Märchenjägerin“ von Marlene May ein Märchenadaption, die mich aber nicht ganz überzeugen konnte.
Interessante, gut gezeichnete Charaktere, ein leicht und flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich zwar als spannend und interessant empfand, in der es aber auch leider einige verwirrende Szenen gibt, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!