Gelesen: “Scythe – Die Hüter des Todes” von Neal Shusterman

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 949 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugend-E-Books (21. September 2017)
Sprache: Deutsch

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen.
Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis.
Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt müssen Menschen sterben, und die Entscheidung über Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwählt, um zu töten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hüter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt lässt, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unerträglich großes Leid. Denn wenn sie diese Gefühle nicht hätten, wären sie Monster.
Als Citra und Rowan gegen ihren Willen für die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Tötens erlernen, wächst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwählt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …
(Quelle: Sauerländer)

Das Jugendbuch „Scythe – Die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman. Es ist der erste Teil einer Reihe und ich war echt total gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.
Das Cover gefiel mir auf Anhieb total gut und der Klappentext machte mich neugierig. Also habe ich auch rasch mit dem Lesen begonnen.

Die Charaktere hat der Autor wirklich richtig gut gezeichnet. Als Leser kann man sich alle sehr gut vorstellen und die Handlungen gut nachvollziehen.
Im Mittelpunkt stehen Citra und Rowan. Sie leben ja in einer Zeit wo es keine Krankheiten und Seuchen und so mehr gibt. Auch der Tod nimmt hier kaum mehr ein Thema ein. Beide Protagonisten sind vorstellbar ausgearbeitet. Citra ist stark und wirkte recht tough auf mich. Manches Mal ist sie vielleicht etwas grimmig und kalt, tief im Inneren aber hat sie das Herz am richtigen Fleck. Rowan kommt sich nicht wichtig vor, dabei empfand ich das als ganz anders. Er zeigt viele menschliche Regungen, die ihn besonders machen. Er ist jemand da muss man schon genauer hinschauen um ihn zu verstehen.

Auch die Nebenfiguren haben mir richtig gut gefallen. Sie alle sind ebenso sehr gut gezeichnet und fügen sich gut ins Geschehen ein, die Mischung stimmt einfach.

Der Schreibstil des Autors ist leicht und flüssig zu lesen. Ich wurde hier mit jeder Seite mehr ins Geschehen hineingezogen, würde zum Nachdenken angeregt.
Die Handlung empfand ich soweit gut umgesetzt. Als Leser findet man hier Spannung vor, genauso wie auch Action und vielerlei Überraschungen. Es ist auch toll zu lesen was sich der Autor hier alles hat einfallen lassen. Allerdings im Mittelteil zog es sich leider ein wenig hin. Zuvor herrschte viel Tempo, dann aber war es plötzlich weniger geworden. Es war aber nicht schlechter als vorher, eben nur langsamer. Danach aber zieht die Handlung wieder an und auch das Tempo wird wieder höher.

Das Ende ist sehr spannend und richtig gut gemacht. Hier gibt es einige Dinge, die man so nicht erwartet und neugierig auf Band 2 machen.

Zusammengefasst gesagt ist „Scythe – Die Hüter des Todes“ von Neal Shusterman ein richtig gut gemachter Auftakt der Reihe.
Gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger gut zu lesender Stil des Autors und eine Handlung, die eigentlich richtig toll ist, in der es Spannung und interessante Wendungen gibt, die aber leider im Mittelteil etwas zu ruhig wird, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert und machen Lust auf Band 2.
Durchaus lesenswert!