Gelesen: “Ein Sommer und ein ganzes Leben” von Kristina Valentin

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2241 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 288 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3453359232
Verlag: Diana Verlag (12. März 2018)
Sprache: Deutsch

Katharina denkt an ihre Kinder, sie denkt an ihre Kunden, und viel zu selten denkt sie an sich selbst. Bis sie ihren neuen Nachbarn David kennenlernt, der sie charmant und schlagfertig zum Lachen bringt. David sitzt im Rollstuhl und schweigt über seine Vergangenheit genauso hartnäckig wie Katharina über ihren großen Schmerz. Immer wieder begegnen sich die beiden im Garten unter der alten Kastanie. Und für Katharina beginnt der überraschendste Sommer ihres Lebens …
(Quelle: Diana Verlag)

Der Roman „Ein Sommer und ein ganze Leben“ stammt von der Autorin Kristina Valentin. Ich selbst kenne die Autorin bereits unter einem anderen Namen und war daher auch entsprechend gespannt was mich hier wohl erwarten würde.
Das Cover gefiel mir auf jeden Fall sehr gut und der Klappentext machte mich neugierig.

Ihre Charaktere hat die Autorin wirklich richtig gut gezeichnet. Als Leser bekommt man einen guten Draht zu den beiden, kann ihre Handlungen immer gut nachvollziehen.
Katharina ist eine tolle Frau. Sie ist eine liebevolle Mutter und wirkte charmant und witzig auf mich. Manches Mal mag sie richtig chaotisch sein, doch das passt zu ihr, macht sie in meinen Augen sehr authentisch und glaubhaft. Für andere tut sie wirklich alles, dabei vergisst sie sich aber gerne mal selbst.
David sitzt im Rollstuhl aber er lässt sich davon nicht unterkriegen. Eher im Gegenteil, er zeigt anderen das es sich trotz Behinderung lohnt zu leben. Er hat sein Leben trotz allem im Griff und zudem ist er ziemlich ordentlich.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und flüssig. Durch die tollen Beschreibungen erwacht hier alles zum Leben, wird es lebendig und somit vorstellbar.
Die Handlung selbst gefiel mir richtig gut. Es ist eine doch leichte Sommerlektüre, die man mal eben zwischendrin lesen kann. Die Autorin hat hier zudem ein doch ernstes Thema eingebaut, sie versucht hier auch Vorurteile abzubauen. Das ist nicht immer einfach, vor allem auch weil die Vergangenheit der Protagonisten immer wieder im Weg ist.
Die eingebaute Liebesgeschichte gefiel mir gut, sie passt vom Tempo her sehr gut zu dem, was sonst noch passiert. Allerdings ab und zu hat mir leider doch der letzte Funke gefehlt, mir hat dennoch irgendwie irgendwas gefehlt. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, dieser Kick war einfach nicht da.

Das Ende ist dann passend zur Geschichte gehalten. In meinen Augen passt es sehr gut zur hier erzählten Geschichte, schließt sie gut ab und macht sie rund.

Zusammengefasst gesagt ist „Ein Sommer und ein ganzes Leben“ von Kristina Valentin ein leichter Sommerroman, der sich gut für zwischendurch eignet.
Sehr gut beschriebene Charaktere, ein leichter gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die mir von der Idee her und von der eingebauten Liebesgeschichte sehr gut gefallen hat, in der mir aber doch dieser letzte Funke gefehlt hat, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!