Gelesen: “Der dunkle Kreis” von Mattias Leivinger und Johannes Pinter

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 668 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Arctis Verlag (9. März 2018)
Sprache: Deutsch

Eine Mordserie überschattet Stockholm. Am Tatort begegnet Kommissarin Iris Riverdal dem Mörder, kann ihn aber nicht überwältigen. Nach und nach erkennen Iris und ihr Ermittlerteam, dass die Opfer einem Kreis von Menschen mit besonderen Fähigkeiten angehörten. All jene, die noch am Leben sind, müssen von nun an den Kampf gegen die unbekannte, dunkle Bedrohung aufnehmen. Und Iris erkennt, dass die Dunkelheit auch ein Teil von ihr selbst ist. Spätestens als ihre eigene Mutter tot aufgefunden wird.
(Quelle: amazon)

Der Thriller „Der dunkle Kreis“ stammt von den Autoren Mattias Leivinger und Johannes Pinter. Eigentlich bin ich ja nicht so die ambitionierte Thrillerleserin, wenn dann muss es für mich einfach passen. Das hier ist so ein Buch. Ich wurde vom Klappentext und auch vom Cover angesprochen und so habe ich auch flott mit dem Lesen begonnen.

Die Charaktere sind wirklich gut gezeichnet. Man kann sie sich echt gut vorstellen und ihre Handlungen auch soweit nachvollziehen.
Iris ist eine wirklich gute Protagonistin. Sie will die Morde aufklären, dafür tut sie alles. Auf mich wirkte sie irgendwie als könne sie keine Gefühle zulassen, als wäre sie irgendwie kalt und unnahbar. Das sie Ecken und Kanten hat gefiel mir richtig gut, denn so wirkte sie authentisch und glaubhaft auf mich.

Die anderen Charaktere sind auch ganz gut beschrieben. Hier musste ich aber feststellen, sie alle blieben doch sehr hinter Iris zurück. Sie steht klar im Vordergrund.

Der Schreibstil der Autoren ist sehr flüssig zu lesen. Sie schaffen es den Leser gut ins Geschehen hineinzuziehen, man will wissen was weiter passiert.
Es gibt hier verschiedene Stränge, zuerst weiß man nicht wohin dies alles führen soll. Mit der Zeit aber fügt es sich gut zu einem stimmigen Ganzen.
Die Handlung hat mich am Anfang irgendwie abgestoßen. Ich fand es richtig merkwürdig was ich da so gelesen hatte. Andererseits aber hat es mich auch neugierig gemacht und so habe ich weitergelesen. Man bekommt hier als Leser viel Thrill und einiges Paranormales geboten. Das Kopfkino wird sehr angeregt, die Vorstellung ist aber irgendwie doch komisch. Dabei geht es aber eigentlich immer unblutig zu. Die Erzählstränge laufen hier zunächst parallel, werden dann aber, wie bereits erwähnt, zusammengeführt.
Von der Idee her war ich richtig begeistert. Auch die Umsetzung wirkte auf mich gut, ein wenig surreal aber wirklich gut. Aber das letzte Fünkchen das hat mir am Ende dann doch noch gefehlt. Ich kann noch nichtmals genau beschreiben was es war aber irgendwie fehlte mir der letzte Kick.

Das Ende ist dann sehr gut gemacht. Es passt in meinen Augen richtig gut zur Gesamtgeschichte. Es macht alles schön rund und schließt gut ab.

Zusammengefasst gesagt ist „Der dunkle Kreis“ von Mattias Leivinger und Johannes Pinter ein sehr guter Thriller der auch einiges an paranormalen Dingen aufweisen kann.
Gut beschriebene Charaktere, ein flüssig zu lesender Stil der Autoren und eine Handlung, die ich als spannend und richtig gut gemacht empfand, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!