Gelesen: “Die letzte erste Nacht (Firsts-Reihe 3)” von Bianca Iosivoni

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2157 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 401 Seiten
Verlag: LYX.digital (25. Mai 2018)
Sprache: Deutsch

Eine einzige Nacht kann dein ganzes Leben verändern
Sie hätten niemals miteinander im Bett landen dürfen – das ist Tate und Trevor klar. Und schon gar nicht sollten sie den Wunsch verspüren, das Ganze zu wiederholen. Doch für die beiden ist es unmöglich, das Kribbeln zwischen ihnen zu ignorieren. Dabei kann Trevor auf keinen Fall erneut bei Tate schwach werden. Zu nah kommt die junge Studentin seinem dunkelsten Geheimnis: Während sie versucht, herauszufinden, warum ihr Bruder starb, setzt er alles daran, die Antwort auf diese Frage für immer vor ihr zu verbergen …
(Quelle: LYX)

Bereits mit den ersten beiden Teilen der „Firsts-Reihe“ konnte mich Bianca Iosivoni mehr als überzeugen. Nun ist mit „Die letzte erste Nacht“ Teil 3 erschienen und ich war entsprechend sehr gespannt darauf was mich wohl erwarten würde.
Das Cover passt perfekt zu den beiden Vorgängern und der Klappentext macht sehr neugierig. Also habe ich mich auch rasch ans Lesen gemacht.

Die Charaktere sind wirklich richtig gut gezeichnet. Jeder von ihnen ist einfach einzigartig, wirkte glaubhaft und realistisch auf mich. Ich konnte sie mir wirklich alle gut vorstellen.
Tate und Trevor, zwei Protagonisten, die so gegensätzlich und dennoch irgendwie miteinander verbunden sind. Beide waren sie mir bereits bekannt, hatten sie doch in den Vorgängern schon kleinere Nebenrollen.
Tate hat einen großen Verlust erlitten, sie vermisst ihren Bruder sehr und ist noch immer auf der Suche nach Antworten. Sie versucht sich abzulenken, mit Drogen Sex und Alkohol. Mir tat Tate so leid, man kann als Leser ihren Schmerz gut nachempfinden. Und man merkt es ist nur eine Flucht, die aber irgendwann von der Realität eingeholt wird. Sie zerstört sich quasi selbst, ist so unendlich verletzlich. Mir gefiel wie sie sich im Verlauf entwickelt.
Trevor, der männliche Gegenpart von Tate. Er weiß mehr als er zugeben möchte, verheimlicht Tate Dinge, die für sie wichtig sein könnten. Er hat einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt, passt auf Tate auf, ist für sie da. Ich mochte ihn, gerade auch weil er vielleicht nicht immer perfekt ist. Auch Trevor entwickelt sich, er öffnet sich im Verlauf immer mehr.

Nicht nur die beiden Protagonisten haben mir gefallen, auch die Nebenfiguren sind der Autorin richtig gelungen. Hier hat jeder seinen festbestimmten Platz und die Mischung passt einfach.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und lässt sich leicht und locker lesen. Ich wurde hier mit jeder Seite mehr ins Geschehen hinein gezogen, war gefesselt und wollte immerzu wissen wie es wohl weitergeht.
Die Handlung selbst kann man problemlos ohne Vorkenntnisse der beiden anderen Teile lese. Ich persönlich empfinde es aber schöner wenn man die Teile in der Reihenfolge liest.
Ich war von der Handlung echt begeistert. Hier gibt es so ziemlich alle Emotionen die von der Autorin angesprochen werden. Hinzu kommt eine große Tiefe, man kann sich gut hineinfühlen, findet sich im Geschehen wieder. Und natürlich darf auch diese Spannung nicht fehlen. Man fragt sich als Leser ob es mit Tate und Trevor klappt, ob sie zusammenfinden und was das genau zwischen ihnen ist. Es sprühen Funken, es knallt, es passt einfach alles zusammen.

Das Ende hat mich dann echt begeistert. Ich finde es wirklich passend gewählt, es macht diese Handlung hier rund, schließt sie ganz wunderbar ab. Mich hat es vollends zufriedengestellt.

Alles in Allem ist „Die letzte erste Nacht“ von Bianca Iosivoni ein dritter Reihenteil, der mich richtig begeistert hat.
Authentisch gezeichnete Charaktere, ein flüssiger gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die man durchaus auch ohne Vorkenntnisse lesen kann und deren emotionale Tiefe mich abgeholt und richtig gut unterhalten hat, haben mir ganz wunderbare Lesestunden beschert und mich echt überzeugt.
Wirklich zu empfehlen!