Gelesen: „Das Fabelmädchen“ von Cosima Lang

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2070 KB
Verlag: Impress (7. Juni 2018)
Seitenzahl der Printausgabe: 283 Seiten
Sprache: Deutsch

**Stell dir vor, du lebst in einer magischen Bibliothek…**
Selibra Winterkind träumt von der großen weiten Welt und nutzt jede Gelegenheit, um sie anhand von Büchern zu erkunden. Als Hüterin des Wissens lebt sie in der sagenumwobenen Bibliothek der neun Königreiche und wacht über die Geschichten aller Menschen. Nur ihre eigene Lebensgeschichte erscheint ihr so leer und lieblos wie ein unbeschriebenes Blatt Papier. Doch das ändert sich schlagartig mit dem herannahenden Frühlingsfest und dem Fluch, der über das Land zieht. Plötzlich hängt alles von ihrem Wissen ab und Selibra muss zusammen mit ihrem Leibwächter Dominik und dem jungen Kommandanten Wolf eine weite Reise durch die Königreiche antreten, um das Einzige zu finden, was ihrer aller Geschichten zu retten vermag…
(Quelle: Impress)

Von Cosima Lang kannte ich bisher noch kein Buch. Nun durfte ich „Das Fabelmädchen“ aus ihrer Feder lesen und war entsprechend gespannt worauf ich mich hier eingelassen habe.
Das Cover gefiel mir hier auf Anhieb, ich mag die Farben wirklich total gerne. Und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Also habe ich mich auch ganz flott ans Buch gemacht.

Die Charaktere hat die Autorin hier wirklich toll ausgearbeitet. Als Leser kann man sie sich alle vorstellen und die Handlungen sind gut zu verstehen.
Selibra ist das Fabelmädchen. Sie ist quasi die Hüterin des Wissens, die Tätigkeit macht ihr großen Spaß. Mir gefiel sie sehr gut, sie ist sehr herzlich und liebenswert dargestellt. Besonders gefiel mir das Selibra weiß wann sie um Dinge kämpfen muss. Man glaubt es nicht aber sie weiß sich gut zu helfen.
Dominik ist ihr Leibwächter. Ihn mochte ich auch unheimlich gerne. Er beschützt Selibra wo er nur kann, ist an ihrer Seite, immer für sie da.
Ebenso trifft man auch auf einen Kommandanten, Kommandant Wolf. Am Anfang war er mir nicht so sympathisch, das hat sich aber im Handlungsverlauf merklich geändert.

Doch nicht nur die drei genannten gefielen mir gut, auch die Nebenfiguren sind auch richtig gelungen. Jeder von ihnen bringt ganz eigene Dinge mit, fügt sich gut ins Geschehen ein.

Der Schreibstil der Autorin ist toll. Sie schreibt flüssig und sehr detailliert, so bin ich richtig flott durch die Geschichte gekommen. Und ich hatte viel Lesefreude dabei.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Selina. Somit kann man ihr als Leser sehr gut folgen, kann ihre Handlungen gut nachvollziehen. Ab und an lernt man so auch die böse Seite kennen, ich fand dies wirklich gut gemacht.
Die Handlung ist wirklich toll. Es gibt hier einiges an Spannung, die Spannungskurve wird gut aufrecht gehalten. Hinzu kommt noch eine wirklich schöne Liebesgeschichte, die sich langsam aber stetig aufbaut. Hier geht nichts schnell, sondern es ist alles genau richtig.
Ein wenig schade fand ich es, dass man nicht so viele Details über die magische Bibliothek erfährt. Ich fand sie interessant und hätte eben gerne mehr erfahren. Das mag aber Geschmacksache sein und wirkt sich nicht auf die eigentliche Geschichte aus.

Das Ende hat mir persönlich sehr gefallen. Es passt wirklich sehr gut zur hier erzählten Geschichte, schließt sie gut ab und macht alles rund.

Insgesamt gesagt ist „Das Fabelmädchen“ von Cosima Lang ein Roman, der mich von Anfang eingefangen hat.
Interessante Charaktere, ein flüssiger gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend und auch richtig schön gefühlvoll empfand, haben mir ganz wundervolle Lesestunden beschert und mich richtig überzeugt.
Wirklich zu empfehlen!