Gelesen: „Das Meer so nah“ von Fiona Blum

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1063 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (23. April 2018)
Sprache: Deutsch

Lucy S. Harper ist Lehrerin für Mathematik in Manchester. Sie lebt allein, liebt die Welt der Zahlen und verabscheut Überraschungen. Wie den Anruf, den sie eines Tages erhält: Eine ihr unbekannte Frau namens Maureen teilt ihr mit, dass ihr Vater im Sterben liegt und sie noch einmal sehen möchte. Zuerst glaubt Lucy an einen Irrtum, denn ihr Vater Peter ist wohlauf – von jenem George, der in Irland angeblich auf sie wartet, hat sie noch nie gehört. Doch als ihre Eltern äußerst seltsam reagieren, wird Lucy misstrauisch. Spontan beschließt sie, nach Irland aufzubrechen und der Sache auf den Grund zu gehen. Und damit beginnt das erste Abenteuer ihres Lebens …
(Quelle: Goldmann Verlag)

Bisher war mir die Autorin Fiona Blum vollkommen unbekannt. Umso neugieriger war ich daher auf ihren Roman „Das Meer so nah“.
Der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden und das Cover empfand ich als sehr schön gestaltet. Also habe ich mich auch flott ans Lesen gemacht.

Die Charaktere dieser Geschichte hier empfand ich als wirklich sehr gut gezeichnet. Sie passen sehr gut ins Geschehen hinein, ihre Handlungen sind gut zu verstehen und nachzuvollziehen.
Lucy, die Protagonistin hier, ist ein toller Charakter. Sie ist absolut sympathisch, ihre Art gefiel mir sehr gut. Sie ist eine starke Persönlichkeit und das sie nach Irland reist und ihren Alltag quasi hinter sich lässt ist wirklich bemerkenswert.

Doch nicht nur Lucy als Protagonistin ist toll beschrieben, auch die Nebencharaktere passen perfekt in die Geschichte. Sie alle sind unterschiedlich und gerade auch weil sie Ecken und Kanten haben sind sie besonders.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und zugleich auch ziemlich blumig gehalten. Zuerst tat ich mich ein wenig schwer damit, dann aber kam ich immer besser ins Geschehen hinein und empfand den Stil als sehr passend gehalten.
Die Handlung hat mich wirklich begeistert. Zuerst dachte ich ja noch es handelt sich hierbei um ein Buch eher für zwischendurch. Doch falsch gedacht, es ist ein Buch das sehr gut durchdacht ist und den Leser schnell zu fesseln weiß. Man merkt wirklich, dass die Autorin genau weiß was sie hier zu Papier gebracht hat. Man saugt als Leser alles auf, will wissen was sich hinter den Anspielungen und Hinweisen versteckt, die im Geschehen eingestreut sind. Mich hat diese Handlung hier wirklich sehr gefesselt, ich empfand die Spannungsmomente sehr gut gesetzt.
Als Kulisse für ihr Buch hat die Autorin hier Irland gewählt. Zu Beginn gibt es hier sowohl eine Landkarte als auch ein Personenregister. Beides ist hilfreich und gerade die Umgebung empfand ich als anschaulich und sehr gut beschrieben.

Das Ende ist mehr als passend gewählt. Ich empfand es als abschließend und es gibt der Geschichte hier noch eine ganz gewisse Note, macht sie einfach rundum rund.

Zusammengefasst gesagt ist „Das Meer so nah“ von Fiona Blum ein Roman, der mich wirklich beeindruckt hat.
Sehr gut ausgearbeitete Charaktere, deren Mischung sehr harmonisch gehalten ist, ein flüssig blumig gehaltener Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als fesselnd und sehr interessant gehalten empfand, haben mir wundervolle Lesestunden beschert und mich begeistert.
Absolut zu empfehlen!