Gelesen: “Gänseblümchen sterben einsam” von Regina Meißner

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1186 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 292 Seiten
Verlag: Piper Gefühlvoll (1. März 2018)
Sprache: Deutsch

Eine Geschichte über Verlust, Trauer und die Fähigkeit, zu vertrauen: »Gänseblümchen sterben einsam«  – ein einfühlsamer Young-Adult-Roman von Regina Meißner.
Als der Bruder der 17-jährigen Moira stirbt, versinkt sie in tiefer Trauer. Ihre Familie droht zu zerbrechen, da auch die Eltern über den Verlust ihres geliebten Sohnes nicht hinwegkommen und Moira darüber vernachlässigen. Da tritt Ryan in ihr Leben – ein fremder Junge, Skater wie ihr Bruder, und in einem Wohnwagen lebend. In kleinen Schritten gelingt es Ryan, das Moira sich ihm öffnet und über ihre Gefühle spricht. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen?
(Quelle: Piper)

Von Regina Meißner habe ich bereits andere Romane gelesen und auch immer für gut befunden. Daher war auch klar das ich „Gänseblümchen sterben einsam“ aus ihrer Feder lesen würde.
Das Cover gefiel mir richtig gut und der Klappentext machte mich sehr neugierig. Also habe ich mich recht flott ans Lesen gemacht.

Ihre Charaktere hat die Autorin sehr gut gezeichnet. Man kann sie sich als Leser sehr gut vorstellen, kann sich in sie hineinversetzen, mit ihnen mitfiebern.
Moira muss eine schwere Zeit durchmachen. Ihr Leben gerät vollkommen aus den Fugen, da ihr Bruder Selbstmord begeht. Ihre Trauerphase konnte ich gut nachempfinden, kann verstehen wie es ihr geht. Ihre Entwicklung, die sie im Verlauf der Handlung macht, hat mir gut gefallen und ich konnte sie gut nachvollziehen.
Ryan bringt Abwechslung ins Geschehen hinein. Durch ihn wird alles aufgelockert, wirkt nicht mehr ganz so bedrückend. Irgendwie aber hatte ich immer das Gefühl das bei ihm etwas im Dunkeln bleibt. Ich habe immer versucht ihn zu durchschauen, was aber nicht immer so richtig geklappt hat.

Die Nebenfiguren dieser Geschichte empfand ich als gelungen. Sie passen alle gut ins Geschehen hinein, die Mischung gefiel mir wirklich richtig gut.

Der Schreibstil der Autorin ist soweit sehr gut zu lesen. Ich bin flüssig und gut durch die Seiten gekommen, konnte alles gut verstehen und nachvollziehen.
Die Handlung dieses Romans hier spricht ein doch sehr schwieriges Thema an. Es geht um Selbstmord und wie man als Angehöriger damit umgeht. Dadurch entstehe eine ziemlich bedrückende Atmosphäre. Die Gefühle und Emotionen sind hier sehr gut nachzuvollziehen und sie kommen beim Leser an, lösen eine Achterbahnfahrt der Gefühle aus. Man kann als Leser gut mitfiebern und immer wieder tauchen Wendungen im Geschehen auf, die man so nicht erwartet.
Allerdings der letzte, entscheidende Funke hat mir dann aber doch gefehlt. Genau sagen woran es lag kann ich nicht, es fehlte einfach dieser letzte Kick.

Das Ende ist in meinen Augen gut gelungen und es passt sehr gut zur Gesamtgeschichte. Der Schluss macht das Geschehen rund und schließt es auch gut ab.

Abschließend gesagt ist „Gänseblümchen sterben einsam“ von Regina Meißner ein Roman, der mich gut aber nicht vollkommen einfangen konnte.
Gut gezeichnete Charaktere, ein flüssig lesbarer, sehr guter Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als emotional empfand und deren Thema ich als doch schwierig empfand, haben mir dennoch aber unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!