Gelesen: “Emily Bones: Die Stadt der Geister” von Gesa Schwartz

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH (17. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522505654
ISBN-13: 978-3522505659
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 – 12 Jahre

Ein Schmöker mit atmosphärischem Setting und eine Geschichte, die Tim Burton verfilmen würde.
Emily glaubt zu träumen, als sie sich eines Nachts in einem Grab wiederfindet. Aber es ist kein Traum. Entsetzt stellt sie fest, dass sie gestorben ist und nun als Geist auf dem Friedhof Père Lachaise herumspuken muss. Aber sie denkt gar nicht daran, sich damit abzufinden. Denn sie ist keines natürlichen Todes gestorben, und fortan hat Emily nur noch ein Ziel: Sie will ihren Mörder finden und sich das Leben zurückholen, das er ihr gestohlen hat. Doch das ist selbst für einen Geist viel gefährlicher, als Emily es je für möglich gehalten hätte …
(Quelle: Planet!)

Der Roman „Emily Bones: Die Stadt der Geister“ stammt von der Autorin Gesa Schwartz. Es war jetzt nicht mein erster Roman der Autorin und ich war schon auch gespannt auf das, was mich hier erwarten würde.
Das Cover empfand ich als wirklich gut gemacht und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Also habe ich mich auch recht schnell ans Lesen gemacht.

Die Charaktere hat die Autorin hier sehr gut gezeichnet. Man kann sie sich als Leser richtig gut vorstellen und folgt ihnen total gerne.
Emily ist eine klasse Protagonistin. Ich empfand sie als sympathisch und mir gefiel das sie sich hier wirklich merklich weiterentwickelt. Zu Anfang ist sie noch sehr unsicher und schüchtern, davon merkt man aber zu Ende hin nichts mehr. Außerdem ist Emily jemand der kämpfen kann. Sie lässt sich nicht unterkriegen, was mir richtig gut gefiel.

Neben Emily gibt es hier in der Geschichte auch richtig tolle Nebencharaktere. Jeder von ihnen hat so ganz eigene Dinge, die man als Leser auf Anhieb gerne mag.

Der Schreibstil der Autorin ist altersgerecht und lässt sich gut lesen. Man kommt sehr gut durch die Geschichte hindurch und kann gut folgen. Mir gefiel das die Autorin hier eine tolle Atmosphäre geschaffen hat. Sie beschreibt zudem die Umgebung wirklich gut und vorstellbar.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Emily. Hierfür hat die Autorin die personale Erzählperspektive verwendet. Sie passt ganz gut, man schaut so ein wenig von außen auf alles was passiert und kann gut folgen.
Die Handlung selbst beginnt direkt spannend. Als Leser will man dann eigentlich genau wissen was ist mit Emily passiert. Die Autorin schafft es hier ganz wunderbar immer wieder Wendungen und Überraschungen ins Geschehen einzubauen, die man so nicht erwartet. Allerdings wirkte der Mittelteil der Handlung leider etwas zäh. Hier tut sich nicht unbedingt viel, hier geht es nur schleppend voran.

Das Ende ist abgeschlossen, da es sich hierbei um einen Einzelband handelt. Das gefiel mir persönlich ganz besonders gut, da alle offenen Dinge hier richtig zu Ende gebracht werden und man als Leser das Buch zufrieden zuklappen kann.

Insgesamt gesagt ist „Emily Bones. Die Stadt der Geister“ von Gesa Schwartz ein wirklich gut gemachter Jugendroman, der mich aber nicht ganz einfangen konnte.
Gut beschriebene vorstellbare Charaktere, ein flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend und auch überraschend empfand, in deren Mittelteil es mir jedoch ein wenig zu schleppend voranging, haben mir tolle unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!