Gelesen: “Spinster Girls – Was ist schon normal?” von Holly Bourne

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (20. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423717971
ISBN-13: 978-3423717977
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Am I normal yet?

Wir sind stark, wir lassen uns nichts sagen und küssen trotzdem. Wir sind die Spinster Girls!
Alles, was Evie will, ist normal zu sein. Und sie ist schon ziemlich nah dran, denn immerhin geht sie wieder zur Schule, auf Partys und hat sogar ein Date. Letzteres entpuppt sich zwar als absolutes Desaster, dafür aber lernt sie dadurch Amber und Lottie kennen, mit denen sie den Spinster Club gründet. Doch schafft sie es auch, mit ihren neuen Freundinnen über ihre Krankheit zu sprechen?
(Quelle: dtv Verlagsgesellschaft)

Von der Autorin Holly Bourne kannte ich bisher keinen Roman. Daher war ich nun gespannt auf „Spinster Girls – Was ist schon normal?“ aus ihrer Feder.
Das Cover hat mich angesprochen, es hat wirklich was an sich das neugierig macht. Und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Also habe ich mich auch flott ans Lesen gemacht.

Die Charaktere dieser Trilogie sind die Mädchen des Spinster Clubs. Sie gefielen mir gut, man kann sie sich gut vorstellen.
Protagonistin dieses ersten Teils ist Evie. Sie hat eine Zwangsstörung, die sie aber nicht preisgeben möchte. Der Leser bekommt aber einen sehr detaillierten Einblick, schonungslos, ergreifend und direkt. Mir gefiel Evie von ihrer Art her wirklich gut, sie kommt sympathisch und authentisch rüber. Im Handlungsverlauf verändert sich Evie merklich, was man als Leser auch sehr deutlich wahrnimmt.

Neben Evie tauchen auch die anderen beiden Mädchen Lotti und Amber auf. Sie gefielen mir auch gut, da darf man echt gespannt sein was in den beiden Folgeteilen über sie so ans Licht kommt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und jugendlich leicht. Sie schreibt sehr direkt und schonungslos, passt sich den Gegebenheiten hier sehr gut an. Der Humor kommt aber auch nicht zu kurz, das lockert das Ganze ein wenig auf.
Die Handlung selbst dreht sich zum größten Teil um Evies Zwangsstörung. Man erfährt als Leser sehr viel, Evie lässt einen daran teilhaben. Daneben geht es aber auch um die Freundschaft zwischen den Mädchen und auch um Feminismus. Die Autorin schafft es hier eine gute Mischung zu finden. Es geht ernst zu aber durchaus auch eben humorvoll. Besonders die angesprochene Zielgruppe dürfte hier sehr viel Lesespaß mit diesem Buch haben.

Das Ende ist doch auch gelungen. Es schließt dieses Buch hier wirklich gut ab, macht die Geschichte um Evie doch auch rund und stellt zufrieden.

Alles in Allem ist „Spinster Girls – Was ist schon normal?“ von Holly Bourne ein gut gemachter Auftakt der Trilogie rund um den Mädchenclub.
Realistisch gezeichnete Charaktere, ein flüssig zu lesender jugendlicher Stil der Autorin und eine Handlung, die ich interessant und auch humorvoll empfand, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!