Gelesen: „After Work“ von Simona Ahrnstedt

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3121 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 529 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3736305591
Verlag: LYX.digital (29. März 2018)
Sprache: Deutsch

Stell dir vor, du triffst einen Mann in einer Bar.
Und er ist heiß und sexy und interessant.
Stell dir vor, du erzählst ihm alles von dir.
Und du küsst ihn.
Dann stell dir vor, du kommst am nächsten Morgen ins Büro.
Und er ist dein neuer Chef.
(Quelle: LYX)

Von Simona Ahrnstedt habe ich bereits zwei Romane gelesen und jeweils auch sehr gemocht. Daher war ich entsprechend gespannt auf „After Work“ aus ihrer Feder.
Das Cover hat mich wirklich sehr angesprochen und der Klappentext machte mich neugierig. Also habe ich das Buch rasch auf meine Leseliste gesetzt und schon ging es los.

Die auftauchenden Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie sind vorstellbar und sehr gut ausgearbeitet, man bekommt als Leser ein klares Bild von ihnen.
Lexia ist eine Protagonistin mit der man sich schnell identifizieren kann. Sie wirkt sehr verletzlich und mit sich selbst ist sie sehr kritisch. Sie ist sehr gut ausgearbeitet, hat Tiefe und gefiel entsprechend sehr gut.
Adam ist der männliche Protagonist. Auch er gefiel mir sehr gut. Auf den ersten Blick hat er alles im Griff. Doch schaut man genauer hin erkennt man das auch eine Seite an sich hat die verletzlich ist. Das macht neugierig und so schaut mal als Leser bei Adam noch genauer hin.

Die Nebencharaktere fügen sich gut ins Geschehen ein. Allerdings spart die Autorin hier doch an Einigem, sie sind nicht ganz so detailliert wie die Protagonisten.

Der Schreibstil der Autorin ist gut und angenehm zu lesen. Man kann flüssig allem folgen, alles gut verstehen und nachvollziehen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Lexia und Adam. Somit ist man beiden als Leser viel näher, lernt ihre Gedanken und Gefühle sehr gut kennen. Der Perspektivenwechsel sorgt zudem für Abwechslung und bringt ebenso Tempo ins Geschehen hinein.
Die Handlung ist einerseits sehr spannend, hat aber auch romantische Szenen in sich. Mir gefiel diese Mischung sehr gut. Zudem findet sich hier auch einiges an Kritik der Gesellschaft wieder. Die Autorin schafft es hier genau das so rüberzubringen was sie beschäftigt. Zum Teil mag es ein wenig überspitzt sein, mich hat das aber gar nicht gestört.

Das Ende empfand ich persönlich als gut gelungen. Es passt hier sehr gut zur Gesamtgeschichte, schließt sie doch gut ab und macht sie rund. Es bleiben zwar ein paar Fragen offen und ein Epilog hätte hier vielleicht noch gut getan.

Zusammengefasst gesagt ist „After Work“ von Simona Ahrnstedt ein Roman, der mich jedoch nicht perfekt für sich gewinnen konnte.
Gut gezeichnete Charaktere, ein angenehm zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die sowohl spannend als auch romantisch gehalten ist, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!