Gelesen: „I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich“ von Cleo Leuchtenberg

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Oetinger (20. August 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3789108529
ISBN-13: 978-3789108525
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

Mädchen lieben die Liebe. Erst recht, wenn sie echt ist.
Lilly träumt von der großen, ewigen Liebe, so perfekt wie in einem Hollywood-Film. Als sie die weibliche Hauptrolle in einem Hollywood-Blockbuster synchronisieren darf, ist sie überglücklich. Wenn da bloß nicht ihr Synchronpartner Ben wäre! Denn für ihn ist das Ganze nur ein Job, und gegen romantische Liebe ist er allergisch. Zu dumm, dass er mit Lilly eine leidenschaftliche Liebesszene nach der anderen einsprechen muss. Es knallt und knistert gewaltig zwischen den beiden und am Ende sieht auch Lilly ein, dass das echte Leben viel mehr zu bieten hat als Hollywood.
(Quelle: Oetinger)

Der Jugendroman „I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich“ stammt von der Autorin Cleo Leuchtenberg. Das Cover fand ich richtig ansprechend und der Klappentext machte mich neugierig. Also habe ich mich auch schnellstmöglich ans Lesen gemacht.

Die handelnden Charaktere dieser Geschichte hier sind der Autorin sehr gut gelungen. Sie wirkten auf mich sehr authentisch und glaubhaft gezeichnet, jeder hat seine ganz eigenen Ecken und Kanten.
Lilly und Ben verbringen durch die Arbeit einiges an Zeit miteinander. Beide waren sie mir auf Anhieb sehr sympathisch. Sie kommen aus verschiedenen Verhältnissen, was zusätzlich Brisanz ins Geschehen hineinbringt.
Ben mag vielleicht ein wenig stur und eigensinnig sein, mir persönlich gefiel dies aber richtig gut. Wenn man bei ihm genau liest erkennt man, hinter dieser Fassade ist er ein sensibler Junge, den man gern haben muss.
Lilly ist ein Mädchen aus gutem Hause. Von ihrem Ex wurde sie enttäuscht, nun versucht sie diesen aus ihrem Kopf zu bekommen. Auch Lilly mochte ich richtig gerne, ihre Art, wie sie sich gibt, ist toll.

Auch die Nebencharaktere in dieser Geschichte hier sind gut gezeichnet. Sie kann man sich ebenso sehr gut vorstellen und die Handlungen gut verstehen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und bildhaft. Man kommt hier richtig leicht durch die Seiten hindurch und kann ohne Probleme folgen, alles gut verstehen.
Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweisen von Lilly und Ben. Für beide hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet. Diese ist hier wirklich passend, denn man lernt beide richtig gut kennen, kann ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen.
Die Handlung selbst gefiel mir richtig gut. Es ist zum einen eine wirklich tolle Liebesgeschichte, die sich glaubhaft und vor allem realistisch entwickelt. Doch man bekommt nicht nur das, nebenher gibt es quasi noch eine weitere Geschichte, die sich sehr gut an die andere Geschichte anfügt und man erfährt so einiges an Hintergrundwissen, was das Synchronsprechen angeht. Dies ist sehr interessant und passt außerdem sehr gut zur Geschichte.

Das Ende ist in meinen Augen gut gelungen und passt sehr gut zur hier erzählten Geschichte. Es schließt sie ganz toll ab und macht sie letztlich auch rund.

Insgesamt gesagt ist „I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich“ von Cleo Leuchtenberg eine richtig schönes Jugendbuch, das mich von Anfang an für sich gewinnen konnte.
Interessante, sehr gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger, leicht zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die für den Leser eine richtig schöne Liebesgeschichte parat hat und zudem noch Hintergründe zum Synchronsprechen bietet, haben mir richtig tolle Lesestunden beschert und mich wirklich überzeugt.
Absolut zu empfehlen!