Gelesen: „Träume der Provence“ von Anja Saskia Beyer

Taschenbuch: 302 Seiten
Verlag: Tinte & Feder (28. August 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 2919802380
ISBN-13: 978-2919802388

Manchmal muss etwas verschwinden, damit Hoffnung entsteht.
Marie ist durch und durch Mutter. Alleinerziehend kämpft sie sich mit ihrem 15-jährigen Sohn Robin durchs Leben. Als sie ihren Job verliert und dringend Geld braucht, weiß sie nicht mehr weiter. Doch dann hält das Schicksal eine unerwartete Überraschung für sie bereit: Als Robin ein Foto von einem Gemälde entdeckt, das einst seiner verstorbenen Großmutter gehörte, hofft Marie, dass sich das Blatt bald für sie wendet.
Gemeinsam mit ihrem Sohn und ihrem besten Freund Bennett reist Marie in das kleine südfranzösische Künstlerdorf Saint-Paul-de-Vence. Eine spannende Suche nach einem längst verloren geglaubten Gemälde beginnt. Was Marie findet, ist das Vertrauen in die Liebe – und ein gut gehütetes Familiengeheimnis aus den 1960er-Jahren.
(Quelle: Tinte & Feder)

Von Anja Saskia Beyer habe ich bereits verschiedene Roman gelesen. Nun ist mit „Träume der Provence“ ihr neuestes Werk erschienen und ich war entsprechend gespannt auf das, was mich hier erwarten würde.
Das Cover ist wieder einmal ein Traum und der Klappentext versprach mir bereits tolle Lesestunden. Also habe ich mich auch flott ans Lesen gemacht.

Die hier auftauchenden Charaktere empfand ich persönlich als sehr gut gezeichnet. Für mich waren sie vorstellbar und die Handlungen waren gut nachzuvollziehen.
Marie ist eine tolle Frau. Sie ist eine liebevolle Mutter, jemand den man einfach richtig gern haben muss. Sie macht sich auf in die Provence und erfährt so einiges über die Vergangenheit, lüftet Geheimnisse.
Auf der anderen Seite findet man als Leser hier Anne vor. Sie ist nach dem Krieg groß geworden, ihre Kindheit war somit nicht unbedingt die Beste. Auch sie empfand ich als sehr gut ausgearbeitet und entsprechend sympathisch dargestellt.

Der Schreibstil der Autorin hat mich auch hier wieder richtig begeistert. Ich bin flüssig und leicht durch die Seiten dieses Romans gekommen, konnte dabei ohne Probleme folgen und alles gut verstehen.
Geschildert wird die Geschichte hier aus zwei Erzählperspektiven und in zwei Zeitebenen. Somit bekommt man als Leser einen richtig guten Überblick über alles und man lernt so auch zwei Jahre gut kennen.
Die Handlung selbst hat mir wirklich sehr gut gefallen. Die Mischung aus Vergangenheit, im Jahr 1966, und Gegenwart, im Jahr 2018, ist gelungen. Die Autorin versteht es beide Zeiten geschickt ins Geschehen einzubauen, sie sind beide wirklich spannend gehalten. Es gilt hier ein Familiengeheimnis zu lüften, hinzu kommt noch eine kleine aber feine Liebesgeschichte, die sich sehr gut ins Geschehen einfügt. Sie drängt sich zudem nicht auf, das Geheimnis steht definitiv im Vordergrund.
Als Kulisse für diesen Roman hat sich die Autorin hier die Provence ausgesucht. Die Orte sind sehr schön beschrieben, man kann sie sich gut vorstellen und bekommt schon auch Fernweh.
Sehr schön sind auch die beiden Rezepte, die man als Leser im Buch vorfindet.

Das Ende ist stimmig so wie es hier kommt. Es passt in meinen Augen sehr gut zur Gesamtgeschichte, macht sie rund und schließt sie gut ab.

Insgesamt gesagt ist „Träume der Provence“ von Anja Saskia Beyer ein Roman, der mich von Anfang an richtig einfangen konnte.
Interessante, sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend empfand und deren Zeitebenen stimmig zueinander gehalten sind, haben mir tolle Lesestunden beschert und mich überzeugt.
Absolut zu empfehlen!