Gelesen: “Undying – Das Vermächtnis” von Amie Kaufman & Meagan Spooner

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 746 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: FISCHER Kinder- und Jugend-E-Books (18. Juli 2018)
Sprache: Deutsch

Eine unmögliche Mission – eine unmögliche Liebe!
Auf der Erde hätten Jules und Amelia sich gehasst: Er ein verwöhntes Oxfordgenie, sie eine Plünderin aus der Unterwelt Chicagos. Zwei wie Feuer und Wasser – doch als sie sich auf dem Planeten Gaia begegnen, ist sofort klar, dass sie einander brauchen werden. Eine pragmatische Zweckgemeinschaft für eine halsbrecherische Mission, nichts weiter. Oder ist da etwa doch mehr?
(Quelle: FISCHER)

Der Jugendroman „Undying – Das Vermächtnis“ stammt von den Autorinnen Amie Kaufmann & Meagan Spooner. Es ist der Auftakt einer Reihe und ich wurde hier besonders vom Cover angesprochen. Auch der Klappentext machte neugierig und so habe ich das Buch auf meinem Reader gepackt und dann ging es auch schon los.

Die handelnden Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Man kann sie sich als Leser wirklich gut vorstellen und sich gut in sie hineindenken, ihre Handlungen sehr gut verstehen.
Jules und Amelia sind die Protagonisten hier. Beide wirkten sie auf mich intelligent und richtig gut ausgearbeitet. Als Leser merkt man aber ganz klar, beide haben sie so ihre Geheimnisse, die den Leser neugierig machen.
Amelia ist wirklich sehr schlagfertig und knallhart dargestellt. Sie weiß ziemlich genau was sie will und wie sie da rankommt.
Jules hingegen wirkte hilflos auf mich. Er ist ja ein Forscher, allerdings hat er so seine Probleme sich wirklich auf dem fremden Planeten zurechtzufinden.

Der Schreibstil der Autorinnen ist sehr gut und angenehm zu lesen. Man kommt flüssig durch die Seiten hindurch und kann ohne Probleme folgen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen der Protagonisten. Die Autorinnen haben hierfür die Ich-Perspektive verwendet, so kann man ihnen gut folgen und bekommt einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt.
Die Handlung selbst spannend erzählt. Immer wieder tauchen zudem Wendungen auf, die dem Geschehen eine neue Richtung geben. Ab und an ist es zwar ein wenig zäh und langwierig, diese Passagen vergehen aber glücklicherweise sehr flott, werden abgelöst von interessanteren Stellen. Somit ist auch für Abwechslung gesorgt. Auch gefiel mir die Grundidee der zerstörten Welt wirklich gut. Es ist alles schlüssig und nachvollziehbar aufgebaut.
Sehr gut ins Geschehen eingebaut ist die zarte Liebesgeschichte. Sie drängt sich nicht auf, im Gegenteil, eher läuft sie im Hintergrund, was mir persönlich richtig zugesagt hat.
Die Umgebung ist sehr gut und bildhaft beschrieben. So kann man sich als Leser alles gut vorstellen und versteht wo sich die Protagonisten gerade befinden.

Das Ende ist richtig gemein. Den Leser erwartet hier ein ganz gemeiner Cliffhanger, der richtig Lust auf die Fortsetzung macht. Ich hoffe jetzt diese lässt nicht zu lange auf sich warten.

Kurz gesagt ist „Undying – Das Vermächtnis“ von Amie Kaufman & Meagan Spooner ein gut gemachter Auftakt der Reihe, der aber leider auch kleine Schwächen aufweist.
Interessante Charaktere, ein flüssig zu lesender leichter Stil der Autorinnen und eine Handlung, die an sich spannend und abwechslungsreich gehalten ist, in der es aber leider auch ein paar Längen gibt, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert und machen dennoch auch Lust auf Band 2.
Durchaus lesenswert!