Gelesen: “…und die Erde dreht sich weiter” von Stephanie Mischke

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 4019 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 258 Seiten
Sprache: Deutsch

 


Was passiert, wenn im Leben nichts mehr so ist wie es war? Wenn Verzweiflung und Trauer keinen klaren Gedanken mehr zulassen? Bemerken wir dann überhaupt, dass uns Menschen zur Seite stehen oder gestellt werden, die uns auf diesem Weg begleiten möchten? Können wir es schaffen einen Schicksalsschlag zu überstehen?
Die junge Anwältin Tina führt ein gutes Leben. Dennoch wünscht sie sich, zwei Jahre nach der Geburt ihres Sohnes, wieder arbeiten zu gehen. Doch das Leben beginnt zu machen, was es will. Kurz nachdem Tina ihre Arbeit als Anwältin wieder aufgenommen hat, wird sie schwanger. Es braucht eine Weile, ehe sie sich an diesen Gedanken gewöhnt. Gerade als sie sich den neuen Gegebenheiten angepasst hat, geschieht ein Unglück. Bei einem Autounfall verliert sie die wichtigsten Menschen in ihrem Leben.
Trauer, Verzweiflung und die Frage nach dem “Warum” quälen Tina. Sie läuft weg, stürzt immer tiefer und hadert mit dem Schicksal. Doch Tina trifft auf Menschen die ihr dabei helfen, ihr Leben wieder annehmen zu können. Sie gehen mit ihr ein Stück des steinigen Weges und helfen ihr dabei Hürden zu bewältigen. Und auch, wenn das ihr altes Leben nicht zurückbringt, gelingt es ihr, sich allmählich wieder mit der Erde weiterzudrehen!
(Quelle: amazon)

Der Roman „… und die Erde dreht sich weiter“ stammt von der Autorin Stephanie Mischke. Es ist das Debüt der Autorin, das mich besonders auch vom Cover her angesprochen hat. Der Klappentext dazu macht einfach neugierig und so habe ich schnellstmöglich mit dem Lesen begonnen.

Ihre Charaktere hat die Autorin hier sehr gut ausgearbeitet und ins Geschehen eingefügt. Ich konnte sie mir alle gut vorstellen und mich gut in sie hineinversetzen.
Tina ist die Protagonistin hier. Sie ist Anwältin und möchte auch gerne wieder in ihrem Job arbeiten, nachdem ihr Sohn nun zwei Jahre alt ist. Mit ihrem Mann ist Tina auch glücklich. Doch dann wird Tinas Leben vollkommen aus den Angeln gehoben, ihr wird der Boden unter den Füßen weggerissen. Sie verliert das Wichtigste in ihrem Leben. Als Leser kann man dies sehr gut nachempfinden, man weint hier wirklich mit Tina, stellt sich immer wieder die Frage nach dem Warum. Wie sie sich dann nach und nach wieder ins Leben zurückkämpft, wie sie sich wieder aufrappelt, die Autorin hat dies alles sehr emotional und verständlich beschrieben. Ich war hier wirklich bei Tina, war immer an ihrer Seite und habe alles mit ihr gemeinsam durchgestanden.

Die ganzen anderen Charaktere dieses Romans hier, egal ob man Tinas Mann und ihren Sohn nimmt, oder auch ihren Vater oder eben die ganzen Personen, die Tina auf ihrem Weg zurück ins Leben zur Seite stehen, sie alle gehören einfach in dieses Buch hinein. Sie haben einen festen Platz und dürfen daher auch nicht fehlen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und ich bin leicht durch die Seiten hier gekommen. Ich konnte auch ohne Probleme folgen, konnte die Gefühle und Emotionen zu jeder Zeit gut nachempfinden.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Tina. Man ist durch die Ich-Perspektive immer hautnah an ihr dran, kann ihr folgen, sie verstehen. Und man bekommt so auch einen sehr guten Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt.
Die Handlung selbst hat mich echt gepackt. Ich wurde hier mit jeder Seite mehr ins Geschehen hineingezogen war vollkommen an der Seite von Tina. Ich habe nachempfunden wie sie leidet, wie ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt wurde. Und dann auch wie sie langsam aber sicher wieder ins Leben zurückfindet.
Die Autorin widmet sich hier dem Themen Familie, Tod, Verlust, Trauer aber sie gibt auch Hoffnung, zeigt, dass es sich lohnt nicht aufzugeben. Auch wenn einen das Leben mit Füßen tritt so lohnt es sich doch immer wieder auszustehen, denn irgendwie gibt es doch immer wieder Licht am Ende des Tunnels.

Das Ende fand ich wirklich sehr schön. Es passt in meinen Augen richtig gut zur hier erzählten Geschichte. Es ist emotional und schließt sehr gut ab. Und es halt auch nach, man denkt auch nach dem Beenden noch über das Gelesene nach.

Kurz gesagt ist „… und die Erde dreht sich weiter“ von Stephanie Mischke ein Debüt, das mich wirklich berühren und mitnehmen konnte.
Sehr gut gezeichnete Charaktere, die man sich als Leser richtig gut vorstellen und die Handlungen verstehen konnte, ein flüssiger emotionaler Stil der Autorin und eine Handlung, die mich gepackt hat, in die ich mich vollkommen einfühlen konnte und in der die Autorin auch zeigt das es immer Hoffnung gibt, egal wie aussichtslos die Lage gerade wirkt, haben mich ganz wunderbar unterhalten und vollends begeistert.
Absolut zu empfehlen!