Gelesen: „Spiel der Macht (Die Schatten von Valoria 1)“ von Marie Rutkoski

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Carlsen (28. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783551583888
ISBN-13: 978-3551583888
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Winner’s Curse


Als Tochter des ranghöchsten Generals von Valoria hat die siebzehnjährige Kestrel nur zwei Möglichkeiten: der Armee beizutreten oder jung zu heiraten. Aber Kestrel hat fürs Kämpfen wenig übrig; für sie ist die Musik das kostbarste Gut. Einem plötzlichen Impuls folgend ersteigert sie den Sklaven Arin, der sie auf unerklärliche Weise fasziniert. Schon bald muss sie sich eingestehen, dass sie mehr für ihn empfindet, als sie sollte. Doch er hat ein Geheimnis – und der Preis, den sie schließlich für ihn zahlt, wird ihr Herz sein …
(Quelle: Carlsen)

Der Roman „Spiel der Macht“ stammt von der Autorin Marie Rutkoski. Es ist der Auftakt einer Trilogie und ich wurde hier besonders vom Cover angesprochen. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte war dann auch rasch klar, dieses Buch muss ich lesen. Also habe ich mich dann auch flott zwischen die Seiten begeben.

Die hier auftauchenden Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Ich konnte sie mir alle gut vorstellen und die Handlungen auch sehr gut nachvollziehen, sie verstehen.
Kestrel ist die Protagonistin hier. Sie ist sehr intelligent und vielleicht auch etwas hinterhältig. Das weiß sie auch gut zu nutzen. Sehr gefallen hat mir das sie für die Personen, die ihr wichtig sind, einsteht, dass sie für sie kämpft und für sie da ist. Sie ist ja die Tochter eines Generals, das hält sie aber nicht davon ab ihrem Vater auch mal die Stirn zu bieten. Kestrel lässt sich nicht alles gefallen.
Arin ist ein Sklave. Er kommt also aus einer vollkommen anderen Welt als Kestrel. Er sieht gut aus und ist der Schmiedekunst mächtig. Mir gefiel er wirklich sehr gut, ich empfand ihn als sympathisch.

Es sind aber nicht nur die Protagonisten, die mir gefallen haben, auch die Nebencharaktere passen sehr gut ins Geschehen hinein. Die Autorin hat hier eine tolle Mischung geschaffen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und lässt sich richtig angenehm lesen. Sie beschreibt alles sehr gut, man findet sich als Leser recht schnell sehr gut in der Welt zurecht.
Die Handlung selbst ist toll. Die Atmosphäre hat mich vollkommen in ihren Bann ziehen können, man ist als Leser schnell mittedrin. Allerdings, so toll die Beschreibungen auch sind, mir persönlich hat es doch ein wenig an Spannung gefehlt. Gerade zu Anfang wirkte es mir ein wenig zu ruhig. Wirklich Fahrt kommt er recht spät auf, dann zieht auch die Spannungskurve merklich an. Das war mir ehrlich gesagt dann aber wirklich zu spät, ich hätte es gerne schon eher gehabt.

Das Ende selbst ist dann richtig klasse. Es macht unheimlich neugierig auf Band 2, lässt bereits erahnen das es dort viel zu entdecken geben wird. Ich für meinen Teil bin richtig gespannt darauf.

Zusammengefasst gesagt ist „Spiel der Macht“ von Marie Rutkoski ein sehr guter Auftakt der Trilogie, der mich aber nicht ganz überzeugen konnte.
Sehr gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger sehr angenehm zu lesender Stil der Autorin und eine interessante Handlung mit einer tollen Welt haben mir bis auf die zunächst fehlende Spannung richtig tolle Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!