Gelesen: “Goldfields” von Izabelle Jardin

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Tinte & Feder (30. Oktober 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 2919803697
ISBN-13: 978-2919803699

 


Einmal mehr verknüpft Izabelle Jardin über Jahrhunderte hinweg die Lebenswege starker Frauen und entführt uns in eine längst vergangene Epoche, die bis heute nachwirkt.
London 2012: Die junge ehrgeizige Robin begegnet bei einer Abendgesellschaft auf einem englischen Landsitz einer faszinierenden alten Dame. Mit ihren Erzählungen entführt sie Robin ins London des Jahres 1851.
Beatrice Ames, Tochter einer wohlhabenden Reederdynastie, ist schön, hat einen scharfen Verstand und mitreißende rhetorische Fähigkeiten. All ihr Denken und Handeln gilt sozialen Reformen und der Durchsetzung des Frauenwahlrechts – Ziele, die Beatrice mit einem hochangesehenen Mitglied des britischen Oberhauses verbinden, mit dem sie eine leidenschaftliche Affäre hat.
Doch Beatrices Talent, die Menschen zu begeistern und revolutionäre Kräfte zu entfesseln, ist nicht nur der Obrigkeit ein Dorn im Auge, sondern auch ihrem Bruder und Vormund Henry. Als sie England in Richtung Australien verlassen muss, lernt sie eine fremde raue Welt kennen. Und den attraktiven jungen Iren Peter O’Lalor …
(Quelle: amazon)

Izabelle Jardin ist für mich eine Autorin, deren Romane ich immer wieder gerne lese, da sie mich jedes Mal aufs Neue begeistern kann. Nun ist mit „Goldfields“ ihr neuestes Werk erschienen und ich war richtig gespannt darauf.
Das Cover gefiel mir richtig gut und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Also habe ich mich auch rasch ans Lesen gemacht.

Die hier handelnden Charaktere empfand ich als gut gezeichnet. Sie sind alle samt vorstellbar und ihre Handlungen waren für mich immer gut zu verstehen.
In der Gegenwart trifft man als Leser auf Robin. Sie hat es nicht unbedingt leicht, gerade erst wurde sie bei einer Beförderung übergangen. Robin fühlt sich ein wenig ungerecht behandelt. Sie mag vielleicht ein wenig unterkühlt rüberkommen, ich persönlich habe mich gut mit ihr anfreunden können.
Beatrice, die Protagonistin im Handlungsstrang der Vergangenheit, ist sehr klug und sie versucht alles um ihre Mitmenschen dazu zu bewegen das Frauen nicht mehr so stark unterdrückt werden. Beatrice hat einen starken Charakter, man kann sich als Leser richtig gut in sie hineindenken, gerade auch als sie ihr neues Leben in Australien beginnen muss. Sie lässt sich nicht von den Widrigkeiten des Lebens unterkriegen.

Es gibt auch noch Nebenfiguren, besonders in der Vergangenheit. So trifft man hier auf Beatrice‘ Vater oder auch ihren Bruder. Sie haben bei mir jetzt nicht so viele Sympathiepunkte erhaschen können.
Die Nebencharaktere fügen sich alle sehr gut ins Geschehen ein, die Mischung stimmt einfach.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und rund. Ich habe mich sehr wohl gefühlt beim Lesen, konnte alles gut verstehen und nachvollziehen.
Geschildert wird das Geschehen hier aus unterschiedlichen Sichtweisen. Für die Gegenwart hat die Autorin die Ich-Perspektive von Robin verwendet. Die Handlung im 19. Jahrhundert wird aus der personalen Erzählperspektive geschildert.
Die Handlung hat mich direkt richtig gepackt. Ich war auf Anhieb mittendrin und konnte gar nicht anders als Lesen. Die Autorin schafft es hier wirklich perfekt verschiedene Handlungsstränge und Zeitstränge miteinander zu verknüpfen. Die Gegenwartshandlung bildet hierbei den Rahmen für die Haupthandlung, die im 19. Jahrhundert angesiedelt ist.
Die Autorin hat hier einen sehr tiefgründigen Roman geschaffen, in dem sie auch gesellschaftliche Dinge und historische Aspekte mit einfließen lässt. Man bekommt hier Spannung genauso wie Gefühle und Emotionen vorhanden sind.

Das Ende empfand ich persönlich als gelungen. Als Leser fiebert man bis zum Schluss hin in beiden Handlungssträngen mit und sie werden beide stimmig abgeschlossen.

Zusammengefasst gesagt ist „Goldfields“ von Izabelle Jardin ein Roman, der mich vollkommen einfangen konnte.
Interessante, sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein flüssig mitreißender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend und emotional empfand und in der es auch um gesellschaftliche und historische Dinge geht, haben mir ganz tolle Lesestunden beschert und mich echt begeistert.
Wirklich zu empfehlen!

 

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