Gelesen: “Varia: City of Magic” von Anika Ackermann

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 5054 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 564 Seiten
Sprache: Deutsch


Sie ist Heilerin. Er ist Kopfgeldjäger. Ihre Liebe entscheidet über das Schicksal einer ganzen Stadt.
Für Dristan ist es ein Mord wie viele andere. Für Essylt ist es der Tod ihres geliebten Onkels. Als sie sich in seinen Mörder verliebt, gerät sie in den gnadenlosen Kampf um Varia.
Die wahre Geschichte von Tristan und Isolde: Magisch. Leidenschaftlich. Gefährlich.
(Quelle: amazon)

Bisher war mir die Autorin Anika Ackermann noch vollkommen unbekannt. Umso gespannter war ich daher auch auf „Varia: City of Magic“ aus ihrer Feder.
Das Cover hat mir auf Anhieb total gut gefallen und der Klappentext machte mich sehr neugierig. Also habe ich das Buch auf den Reader geladen und dann ging es auch schon los.

Die hier handelnden Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie wirkten auf mich vorstellbar und gut gezeichnet, die Handlungen sind ebenso sehr gut zu verstehen.
Dristan und Essylt, die beiden Protagonisten dieser Geschichte, sind beide tiefgründig und gut beschrieben. Dristan selbst ist stark und mutig, er kämpft aber auch mit sich selbst und entwickelt sich im Verlauf der Handlung merklich weiter.
Essylt ist einfach toll. Sie hat einen sanften Charakter, ist aber gleichzeitig mutig und bereit für das, an was sie glaubt, zu kämpfen. Das gefiel mir wirklich sehr gut.

Es sind aber nicht nur die Protagonisten gut beschrieben, auch die Nebencharaktere haben eine gute Tiefe erhalten. Sie alle fügen sich richtig gut ins Geschehen ein, man kann ihnen als Leser gut folgen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir richtig gut gefallen. Ich wurde hier wirklich von Anfang an gepackt, bin flüssig und richtig gut durch die Seiten gekommen und konnte sehr gut folgen, alles nachvollziehen und verstehen. Hinzu kommen die tollen Beschreibungen, die Emotionen, die nachvollziehbar waren.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Dristan und Essylt. Das gefiel mir richtig gut, da ich beiden so noch näher war und ihre Gedanken gut nachvollziehen konnte.
Die Handlung hat mich echt gepackt. Ich bin mit kaum Erwartungen an das Buch herangegangen, wusste nicht wirklich was mich erwartet. Und dann habe ich eine richtig spannende und abwechslungsreiche Geschichte bekommen, die mich mit jeder Seite mehr in ihren Bann gezogen hat. Manches Mal war ich vielleicht ein klein wenig überfordert mit den Orten und ganzen Namen, da habe ich dann aber noch genauer gelesen und so ging es dann. Vielleicht wäre hier eine Karte bzw. eine Liste mit allen Namen von Vorteil gewesen. Die Handlung ist sehr flott, je weiter man vorankommt desto mehr erhöht sich hier das Tempo.

Zum Ende hin geht es dann Schlag auf Schlag, die Ereignisse folgen schnell aufeinander, man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Der eigentliche Schluss ist dann in meinen Augen etwas übereilt. Das was im Verlauf der Handlung eher langgezogen war, fehlte hier. Das Ende passt aber gut zur Gesamtgeschichte, macht alles rund.

Alles in Allem ist „Varia: City of Magic” von Anika Ackermann ein wirklich sehr guter Fantasyroman, der mich aber nicht vollkommen von sich überzeugen konnte.
Interessante, sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein flüssiger mitreißender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend und abwechslungsreich empfand, deren Ende mir dann aber ein wenig zu schnell vonstattenging, haben mir sehr unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!