Gelesen: “One Small Thing – Eine fast perfekte Liebe” von Erin Watt

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1023 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Piper ebooks (1. August 2018)
Sprache: Deutsch


Seit dem tragischen Tod ihrer Schwester ist im Leben von Beth nichts mehr so, wie es war. Sie vermisst ihre engste Vertraute schmerzlich, und ihre Eltern sind seither so ängstlich, dass sie Beth auf Schritt und Tritt bewachen. Doch eines Nachts schleicht sie sich heimlich zu einer Party. Dort trifft sie Chase, einen attraktiven und charmanten jungen Mann, der gerade erst in die Stadt gezogen ist. Sofort knistert es zwischen den beiden, und Beth schwebt im siebten Himmel. Bis sie erfährt, dass Chase ein düsteres Geheimnis hütet, das mit dem Tod ihrer Schwester eng verwoben ist …
(Quelle: Piper)

Das Autorenduo Erin Watt kannte ich bereits von anderen Romanen. Nun hatte ich auch die Chance „One Small Thing – Eine fast perfekte Liebe“ aus ihrer Feder zu lesen und war entsprechend gespannt darauf.
Das Cover gefiel mir ganz gut und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Also habe ich das Buch auch ziemlich schnell auf meinen Reader geladen und dann ging es auch schon los.

Die hier auftauchenden Charaktere sind dem Autorenduo gut gelungen. Man kann sie sich als Leser sehr gut vorstellen und die Handlungen waren für mich verständlich.
Beth ist liebenswert gezeichnet. Ihre Eltern übertreiben es bei ihr mit der Fürsorge ein wenig, es ist aber nachzuvollziehen, immerhin ist ihre Schwester gestorben. Ihr fehlt ein bisschen der Freiraum, was man Beth natürlich auch anmerkt. Sie ist doch ziemlich stur und eigenwillig, ich konnte da aber gut nachvollziehen.
Chase ist ebenso richtig gut dargestellt. Er ist ein richtig liebenswerter Kerl der so einige falschen Entscheidungen getroffen hat und nun mit den Konsequenzen leben muss. So wird er leider immer wieder gemobbt, was sehr gut dargestellt wird. Man kann sich als Leser sehr gut in Chase fühlen. Beth tut Chase gut, genauso wie er ihr gut tut.

Auch die Nebenfiguren in dieser Geschichte hier sind gut gezeichnet. Als Leser kann man sich alle vorstellen und die Handlungen auch immer gut verstehen.

Der Schreibstil des Duos ist gewohnt locker und flüssig. Ich bin sehr gut durch die Seiten gekommen und konnte ohne Probleme folgen, alles gut verstehen.
Die Handlung selbst empfand ich zum einen als gefühlvoll und emotional. Es gibt aber auch ernste Szenen, die mich wirklich bewegen konnten. So werden etwa Themen wie Mobbing, Trauer und Tod aufgegriffen, genauso wie man als Leser auch Liebe im Geschehen vorfindet. Mir gefiel die hier vorhandene Mischung richtig gut, zum Teil war ich auch echt überrascht, es tauchen Wendungen auf die ich so nicht habe kommen sehen.

Das Ende dieses Romans hier hat mir sehr gut gefallen. Es passt sehr gut zur Gesamtgeschichte, macht sie rund und schließt alles richtig gut ab.

Insgesamt gesagt ist „One Small Thing – Eine fast perfekte Liebe“ von Erin Watt ein wirklich sehr schöner Roman, der mich einfangen konnte.
Gut gezeichnete, interessante Charaktere, ein flüssiger gut zu lesender Stil des Autorenduos und eine Handlung, die ich als emotional, gefühlvoll und auch abwechslungsreich empfand und in der man als Leser durchaus auch ernstere Themen vorfindet, haben mir richtig tolle Lesestunden beschert und mich begeistert.
Wirklich zu empfehlen!