Gelesen: “Vox” von Christina Dalcher

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 537 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: FISCHER E-Books (1. August 2018)
Sprache: Deutsch


In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!
Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Worte am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.
Das ist der Anfang.
Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.
Aber das ist nicht das Ende.
Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen.
(Quelle: FISCHER)

Der Roman „Vox“ stammt von der Autorin Christina Dalcher. Es ist das Debüt der Autorin und ich war wirklich sehr gespannt auf dieses Buch. Angesprochen wurde ich hier sowohl vom Cover als auch vom Klappentext. Also habe ich auch flott mit Lesen begonnen.

Die hier auftauchenden Charaktere sind der Autorin gelungen. Sie alle sind passend in dieser Geschichte hier, ich konnte sie mir sehr gut vorstellen.
Jean ist die Protagonistin. Sie ist eine bewundernswerte Frau, sie gibt nicht auf, sie kämpft. Nicht nur für sich, auch für ihre Tochter und andere Frauen und Mädchen. Sie alle haben hier das gleiche Schicksal und das will Jean nicht einfach hinnehmen.
Neben ihr gibt es noch andere Charaktere in der Geschichte. Ein paar werden näher betrachtet, andere wiederum sind nur Beiwerk.

Der Schreibstil der Autorin ist am Anfang ein wenig schwierig. Wenn man sich aber einmal darauf eingelassen hat kommt man flüssig und wirklich gut durch die Seiten hindurch, kann ohne Probleme folgen und alles gut verstehen.
Die Handlung hat mich echt gepackt. Es ist für mich ein sehr erschreckendes, realistisch dargestelltes Thema. Die Autorin weiß es wirklich gut umzusetzen. Es ist nicht nur gesellschaftskritisch, als Leser findet man durchaus auch systolische Elemente, genauso wie man das Buch auch als Thriller ansehen kann. Die Mischung ist wirklich gut durchdacht, man ist als Leser richtig gefangen, fühlt mit den Charakteren mit.
Leider flaut die Handlung mit zunehmender Seitenzahl ab. Irgendwie wirkte es zum Ende hin ziemlich einfallslos.

Das Ende dann kann leider nicht mit den vorherigen Seiten mithalten. Mich hat es wirklich enttäuscht, ich hatte mir hier sehr viel mehr erhofft.

Zusammengefasst gesagt ist „Vox“ von Christina Dalcher ein Debüt, das mich eigentlich sehr einfangen konnte.
Sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein zu Anfang etwas schwieriger Stil, dem man dann aber flüssig folgen kann und eine Handlung, die wirklich spannend gehalten ist, deren Ende mich aber leider nicht überzeugen konnte, haben mir dennoch unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

 

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