Gelesen: „Das Ende ist erst der Anfang“ von Chandler Baker

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2571 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag in der Thienemann-Esslinger Verlagsgruppe (17. Juli 2018)
Sprache: Deutsch


Ein Coming-of-Age-Roman für Mädchen und junge Frauen, der aus dem Rahmen fällt.
In 23 Tagen wird Lake 18. Dann hat sie die Chance, genau einen Menschen von den Toten auferstehen zu lassen. Ihr behinderter Bruder wäre nach der Auferstehung wieder gesund und sollte Lakes erste Wahl sein. Doch gerade sind ihre beste Freundin und ihr Freund bei einem Unfall ums Leben gekommen. Für wen soll sie sich entscheiden? Ist es überhaupt richtig, Gott zu spielen und über Leben und Tod zu bestimmen? Lake steckt in einem Dilemma, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt …
(Quelle: Thienemann Verlag)

Der Jugendroman „Das Ende ist erst der Anfang“ stammt von der Autorin Chandler Baker. Für mich war dies das erste Buch der Autorin und entsprechend gespannt war ich darauf.
Das Cover wirkte auf mich gut gestaltet und der Klappentext machte mich neugierig. Also habe ich mich auch rasch ans Lesen gemacht.

Die Charaktere in dieser Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Ich konnte mir alle gut vorstellen, die Handlung auch immer gut nachvollziehen und verstehen.
Lake, die Protagonistin, gefiel mir ausgesprochen gut. Sie hat bereits einiges erlebt, musste gerade mit der Behinderung ihres Bruders ein einschneidendes Erlebnis hinnehmen. Man kann sich als Leser gut in Lake hineinversetzen und ist gespannt auf ihre Entscheidung.

Die Nebenfiguren dieser Geschichte, wie beispielsweise Lakes Bruder Matt oder auch ihre Eltern, sind gut ins Geschehen integriert. Sie passen hinein und bringen selbst auch einiges mit.

Der Schreibstil hier ist wirklich sehr gut. Ich bin locker und flüssig durch die Geschichte gekommen, konnte ohne Probleme folgen und alles gut verstehen.
Die Handlung selbst hat mir sehr gut gefallen. Sie kann mit Spannung  überzeugen, genauso wie sie den Leser immer wieder aufs Neue berührt. Man wird zwangsläufig mit dem Thema konfrontiert und beginnt auch darüber nachzudenken wie man selbst in der Situation reagieren würde.
Wer hier aber eine Geschichte mit viel Action erwartet, der wird leider enttäuscht. Es geht hier eher ruhiger zu, die angesprochene Spannung ist eher unterschwellig, die Handlung lebt von Lakes Entscheidungen.

Das Ende ist in meinen Augen sehr zufriedenstellend. Man fragt sich als Leser oft wie es wohl ausgehen würde. Mir hat dieses Ende sehr gut gefallen, es passt und schließt sehr gut ab.

Alles in Allem ist „Das Ende ist erst der Anfang“ von Chandler Baker ein richtig gutes Jugendbuch, das mich für sich gewinnen konnte.
Sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein flüssiger gut zu lesender Stil und eine Handlung, die zwar eher ruhig gehalten ist, mich aber dennoch sehr berührt hat und mitfiebern ließ, haben mir sehr schöne Lesestunden beschert und mich überzeugt.
Wirklich zu empfehlen!