Gelesen: „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1175 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 481 Seiten
Verlag: btb Verlag (29. Oktober 2018)
Sprache: Deutsch


Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis?
(Quelle: btb Verlag)

Der Roman „Die Unsterblichen“ stammt von der Autorin Chloe Benjamin. Es ist der erste Roman der Autorin auf Deutsch und ich wurde hier sehr vom Cover angesprochen. Aber auch der Klappentext machte mich letztlich neugierig und so habe ich mir das Buch auch flott auf den Reader geladen und mit dem Lesen begonnen.

Die hier handelnden Charaktere sind der Autorin gut gelungen. Ich konnte sie mir alle gut vorstellen und die Handlungen auch verstehen.
Insgesamt haben wir es hier mit 4 Kindern zu tun, jeder der 4 Abschnitte ist einem der Kinder gewidmet. So lernt man als Leser auch alle 4 gut kennen, die anderen geraten aber dennoch nicht in Vergessenheit, da sie auch immer wieder mit von der Partie sind.
Simon hat sein Elternhaus sehr früh verlassen um seine Homosexualität in San Francisco ausleben zu können. Daniel will Arzt werden, möchte mit etwas aus sich und seinem Leben machen. Klara hat den Wunsch Zauberkünstlern zu werden. Und Varya geht in die Forschung um zu helfen.
Mir gefiel es sehr gut, dass jedem der Kinder ein eigener Strang gewidmet ist. Die Lebenswege sind, genau wie die Kinder eben auch, alle sehr unterschiedlich und jeweils auch besonders. Auch wie die Kinder mit ihrem angeblichen Todestag umgehen ist unterschiedlich.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr gut. Ich bin flüssig durch die Seiten gekommen, die Autorin hat es geschafft mit ihren Worten in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Die Handlung selbst hat mich echt begeistert. Es geht spannend zu, zugleich denkt man als Leser aber auch unweigerlich darüber nach. Man fragt sich wie es wäre den eigenen Todestag zu kennen, was würde man dann selbst tun. Ich persönlich möchte es nicht wissen, denn das beeinflusst das gesamte Leben doch immens.
Das Geschehen ist eines das im Kopf auf jeden Fall haften bleibt, die Idee ist neuartig und sehr gut und tiefgründig umgesetzt.

Das Ende ist in meinen Augen passend zu Gesamtgeschichte hier. Es passt gut zur Geschichte, schließt diese dann doch sehr gut ab und macht alles rund.

Zusammengefasst gesagt ist „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin ein Roman, der mich wirklich beeindruckt hat.
Interessante Charaktere, ein flüssiger sehr gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend, abwechslungsreich und auch bewegend empfand, haben mir richtig tolle Lesestunden beschert und auch begeistert.
Absolut zu empfehlen!