Gelesen: „Abschied von Sullivans Island (Charleston-Love-Storys 2)“ von Sheila Reynolds

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1985 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 184 Seiten
Verlag: Forever (5. November 2018)
Sprache: Deutsch

Kann man sich neu verlieben, wenn man seine große Liebe verloren hat?
Liv ist verzweifelt. Nach dem Tod ihres Partners Adam weiß sie nicht, wie sie weitermachen soll. Vor allem kann sie keine Minute länger mehr in Charleston bleiben, denn in der Stadt erinnert sie alles an Adam. Als Liv zu Hause eine Liste von Orten findet, die Adam mit ihr bereisen wollte, macht sie sich kurzentschlossen auf den Weg. Doch gleich an ihrem ersten Reiseziel bricht sie zusammen und wird vom gutaussehenden Jayden aufgefangen. Die beiden sind sich sofort sympathisch und er beschließt, Liv zu begleiten. Doch Jayden ist sehr verschlossen. Und allmählich wird Liv klar, dass auch er ein Geheimnis mit sich herumträgt …
(Quelle: Forever)

Bereits mit dem ersten Teil ihrer „Charleston-Love-Storys“ hat mit Sheila Reynolds ganz wunderbar unterhalten. Nun also ist mit „Abschied von Sullivans Island“ der zweite Teil erschienen und ich war natürlich entsprechend gespannt darauf was mich hier erwarten würde.
Das Cover passt ganz wunderbar zum ersten Teil und der Klappentext macht richtig neugierig darauf die Geschichte zu lesen.

Die hier auftauchenden Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen und ihre Handlungen waren für mich auch nachvollziehbar.
Liv tat mir hier ganz schrecklich leid. Ich habe richtig mit ihr mitgefühlt, wie sie trauert, wie sie keinen Ausweg mehr sieht. Sie hat Adam sehr geliebt und jetzt wo er nicht mehr da ist scheint alles ausweglos zu sein. Das sie weg muss ist ebenso nachvollziehbar, immerhin ist alles mit Erinnerungen gespickt, Erinnerungen die weh tun. Mir persönlich gefiel das Liv aber auch nicht aufgibt, sie versucht sich zu helfen, die Reise tut ihr gut.
Jayden mochte ich auf Anhieb total gerne. Er kümmert sich so rührend um Liv, ist für sie da, da ging mir richtig das Herz auf. Gleichzeitig wirkte er aber auch geheimnisvoll, als Leser merkt man es ziemlich schnell er verbirgt etwas. Was es ist das erfährt man als Leser im Handlungsverlauf und es erklärt dann auch so einiges.

Es sind aber nicht nur die Protagonisten, die mir sehr gut gefallen haben. Auch die Nebenfiguren, wie beispielsweise Liv Freundinnen, die bereits in Band 1 aufgetaucht sind, sind wieder mit von der Partie. Die Mischung der Nebencharaktere ist der Autorin gelungen, sie alle passen einfach klasse in dieses Geschehen hier hinein.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder richtig schön. Sie schreibt flüssig und leicht, die Emotionen kamen für mich genau an und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Diese Mischung ist der Autorin schlichtweg richtig gut gelungen.
Die Handlung hat mich von der ersten Seite an vollkommen gepackt. Ich wurde richtig ins Geschehen hineingezogen, ich konnte gar nicht anders als zu lesen. Ich empfehle aber Band 1 vorab zu lesen, denn nur dann werden die Zusammenhänge auch wirklich klar.
Den Leser erwartet hier eine wirkliche Achterbahnfahrt, man fiebert mit Liv mit, will wissen wie es mit ihr weitergeht. Dabei hat die Autorin Themen wie Trauer und auch die Bewältigung dieser in die Handlung integriert und umgesetzt. Anhand von Rückblenden lernt man Liv zu verstehen, sie hat ihren wichtigsten Menschen verloren und das braucht nun mal Zeit um dies zu verarbeiten.
Die Umgebungsbeschreibungen sind der Autorin auch hier wieder vollkommen gelungen. Sie beschreibt alles detailliert und anschaulich, man kann es sich wirklich gut vorstellen.

Das Ende ist dann wieder so richtig schön. Ich empfinde es als passend zur Geschichte. Und gleichzeitig bin ich auch neugierig darauf wie es wohl im dritten Teil weitergeht.

Insgesamt gesagt ist „Abschied von Sullivans Island“ von Sheila Reynolds eine verdammt gute Fortsetzung der „Charleston-Love-Storys“, der Teil 1 in nichts nachsteht.
Sehr gut dargestellte, glaubhaft wirkende Charaktere, ein flüssiger sehr emotionaler Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als Achterbahnfahrt empfand, in denen die Autorin auch ernstere Themen aufgreift und deren Umgebung ich mir richtig gut vorstellen konnte, haben mir wunderbare Lesestunden beschert und mich, trotz der ein oder anderen Träne, vollkommen begeistert.
Wirklich zu empfehlen!

Rezension „Happy End auf Sullivan’s Island? (Charleston-Love-Storys 1)“