Gelesen: “Ein Tag hat viele Farben” von Christine Drews

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (9. November 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548291074
ISBN-13: 978-3548291079


Ein Tag ist viel zu kurz für all diese Probleme …
Erst an dem Tag, an dem die Geräte ihres Vaters abgeschaltet werden, kommen die drei Geschwister Mia, Tom und Anna nach Jahren wieder einmal zusammen. Statt gemeinsam zu trauern, beschäftigt sie am meisten, was mit dem Familienschatz geschehen wird. Sie alle haben ihre eigenen Pläne für das wertvolle Pechstein-Gemälde. Doch im Laufe des Tages erfahren sie, dass nicht alles ist, wie es scheint. Und Familie Liebe mit Ecken und Kanten ist …
(Quelle: Ullstein)

Von Christine Drews kannte ich bereits einen anderen Roman, den ich damals auch für gut befunden hatte. Nun durfte ich „Ein Tag hat viele Farben“ lesen und war richtig gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.
Das Cover und auch der Klappentext gefielen mir wirklich gut und so begann ich neugierig mit dem Lesen.

Die hier auftauchenden Charaktere konnten mich wirklich von sich überzeugen. Sie wirkten auf mich vorstellbar und die Handlungen waren verständlich und für mich nachvollziehbar ausgearbeitet.
Die Geschwister Anna, Mia und Tom sind alle samt sehr unterschiedlich. Doch eines verbindet sie, sie kommen zusammen um dabei zu sein wie die Geräte des Vaters abgeschaltet werden sollen. Dabei verfolgen alle 3 unterschiedliche Pläne.
Mia ist die Tochter aus erster Ehe, während Tom und Anna die Kinder von Constanze sind. Anna ist dabei das Küken der Familie und Tom ist ganz ehrlich ein ziemlicher Versager. Mia hat somit auch eine sehr schwere Stellung innerhalb dieser Konstellation. Man lernt die drei als Leser sehr gut kennen und kann ihre Interessen auch wirklich gut nachvollziehen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und man kommt als Leser richtig gut und leicht durch dieses Buch hindurch. Es ist alles gut zu verstehen und nachzuvollziehen.
Die Handlung selbst ist so wie das Leben sie schreibt. Auf mich wirkte sie authentisch und glaubhaft, die Geschichte regt zum Nachdenken an. Die Autorin hat zudem Themen wie Trauer, Familie oder auch den Zusammenhalt unter Geschwistern ins Geschehen mit einfließen lassen, ganz automatisch fragt man sich als Leser was man selbst wohl in der Situation tun würde.
Das Geschehen beinhaltet auch einige Wendungen, die man als Leser so rein gar nicht erwartet und die der Handlung neue Dinge geben.

Das Ende ist dann in meinen Augen gut gelungen. Ich empfand es als passend, denn es macht alles rund und schließt die Handlung auch wirklich sehr gut ab. Nach dem Beenden aber hallt das Buch mit seinen intensiven Themen noch einige Zeit nach.

Abschließend gesagt ist „Ein Tag hat viele Farben“ von Christine Drews ein Roman, der mich nachhaltig beeindruckt hat.
Sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein flüssiger sehr gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als intensiv und authentisch empfand und deren Themen den Leser bewegen, haben mir wirklich tolle Lesestunden beschert und mich überzeugt.
Absolut zu empfehlen!

 

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