Gelesen: “Die Mottenkönigin” von Beatrice Jacoby

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1609 KB
Verlag: Papierverzierer Verlag (20. Dezember 2018)
Sprache: Deutsch

Traumwandeln, Gedanken lesen oder mit verstorbenen Verwandten sprechen – die fantastischen Fähigkeiten von Klarabell und ihren Cousinen sind in ihrem Kölner Internat etwas vollkommen Alltägliches. Als sie jedoch erfährt, dass sie ihren achtzehnten Geburtstag nicht mehr erleben wird, begibt sie sich auf eigene Faust auf die Suche nach einer Möglichkeit, diesem Schicksal zu entgehen. Der unsterbliche Pares bietet ihr an, zu Seinesgleichen zu werden, und verlangt im Austausch nur eine winzige Gegenleistung, für die ihre übernatürliche Gabe nötig wäre. Doch dieser Gefallen, der gegen jede Regel der Traumwandler verstößt, erscheint ihr als der einzige Ausweg. Wenn da nur nicht ihr Gewissen wäre …
Was kostet wohl ein Leben? Und was kostet dann erst Unsterblichkeit? Was man nicht alles in Betracht zieht, wenn man weiß, dass man nur noch einen Monat zu leben hat …
(Quelle: Papierverzierer Verlag)

Von Beatrice Jacoby kannte ich bereits einen anderen Roman. Nun stand mit „Die Mottenkönigin“ ihr neuestes Werk auf meinem Leseplan und entsprechend gespannt war ich auf diese Geschichte.
Das Cover hat mir wirklich gut gefallen und der Klappentext machte mich neugierig. Also habe ich auch recht schnell mit dem Lesen begonnen.

Die hier handelnden Charaktere sind der Autorin soweit gut gelungen. Sie hat sie vorstellbar ausgearbeitet, man kann die Handlungen nachvollziehen und verstehen.
Klarabell und ihre Cousinen gefielen mir gut. Alle 3 gehören sie zu den emphatisch Hochbegabten, an alles drei werden sehr hohe Erwartungen gestellt. Sie müssen sich zudem an ganz bestimmte Regeln halten, was aber nicht immer leicht ist und was vor allem auch Klarabell zu schaffen macht.

Es sind aber nicht nur die 3 Mädchen, die gut beschrieben sind, auch die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Sie ergeben zusammen eine gute Mischung an Figuren.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut und angenehm zu lesen. Man kann als Leser alles gut verstehen, kann es gut nachvollziehen.
Die Handlung hat mir echt gut gefallen. Sie hat ein sehr angenehmes Tempo, es wirkt hier nichts überstürzt oder zu hektisch. Eher im Gegenteil, ich muss leider gestehen mir war es manchmal doch etwas zu ruhig. Ich hätte mir gerne ein wenig mehr Action gewünscht. Spannung ist genug vorhaben, immer wieder auch tauchen Wendungen auf, die man so nicht erwartet.
Die Atmosphäre ist recht düster und mysteriös gehalten. Das passt sehr gut zur Geschichte. Manches Mal aber war ich leider auch verwirrt, ich wusste ein ums andere Mal nicht so recht wohin es denn jetzt geht.
Von der Thematik war ich sehr begeistert. Empathisch Hochbegabte Menschen sind hier das Hauptthema, die Autorin hat dies sehr gut ins Geschehen integriert.

Das Ende dieses Romans ist gut gemacht. Es werden einige offene Fragen beantwortet, manches aber bleiben auch offen. Es passt, keine Frage, ich persönlich hätte es mir aber abgeschlossener gewünscht.

Insgesamt gesagt ist „Die Mottenkönigin“ von Beatrice Jacoby ein Roman, der mich bis auf ein paar Schwächen gut einfangen konnte.
Gut beschriebene Charaktere, ein angenehm zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als mysteriös, spannend und auch abwechslungsreich empfand, in der mir aber doch ab und an das Tempo gefehlt hat, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

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