Gelesen: “Der Herzschlag der Steine” von Isabel Morland

Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Knaur TB (11. Januar 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342652354X
ISBN-13: 978-3426523544

Der große Frauen-Roman von Isabel Morland über die Rückkehr auf eine wilde Hebriden-Insel und eine großartige Liebes-Geschichte mit einem Hauch von Mystik.
Als Ailsa nach vielen Jahren auf ihre kleine Insel auf den Äußeren Hebriden zurückkehrt, will sie eigentlich nur das Haus ihrer verstorbenen Mutter verkaufen. Nichts scheint sie mehr mit ihrer Heimat zu verbinden, und mit ihrer Vergangenheit hat sie längst abgeschlossen und in Toronto ein neues Leben angefangen. Doch der Zauber der Insel und die grandiose Natur ziehen sie bald wieder in ihren Bann, und als sie ihrer alten Liebe erneut begegnet, muss sie sich eingestehen, dass die Bindungen an ihr Zuhause stärker sind als gedacht.
Doch wird es ihr gelingen, alte Wunden zu heilen? Und für welchen der beiden Männer aus ihrer Vergangenheit, die immer noch um sie werben, soll sie sich entscheiden?
(Quelle: Knaur TB)

Von Isabel Morland kannte ich bereits einen anderen Roman. Nun also durfte ich auch „Der Herzschlag der Steine“ aus ihrer Feder lesen und war entsprechend gespannt darauf was mich hier genau erwarten würde.
Das Cover empfand ich als wirklich gelungen und der Klappentext machte mich neugierig. Daher habe ich mich auch rasch ans Lesen gemacht.

Die hier handelnden Charaktere sind der Autorin gut gelungen. Auf mich wirkten sie gut vorstellbar und die Handlungen waren nachzuvollziehen.
Ailsa gefiel mir sehr gut. Sie hat ihre Mutter verloren und ist nun zurück in Schottland. Hier kommen Kindheitserinnerungen auf, die Ailsa so lange verdrängt hatte. Ich mochte Ailsa gerne, einerseits hat sie viel erreicht, doch wirklich angekommen ist sie nicht. Sie hatte sich verändert und macht jetzt wieder eine enorme Veränderung durch. Diese ist glaubhaft und nachvollziehbar dargestellt.
Grayson ist ein absolut toller Kerl. Er passt perfekt an Ailsas Seite, man muss ihn einfach mögen. Er ist ein typischer Schotte, so stelle ich sie mir vor.

Neben den beiden genannten gibt es noch andere Charaktere, die sich sehr gut ins Geschehen einfügen. So beispielsweise Blair, den ich irgendwie nicht so sehr mochte.

Der Schreibstil der Autorin ist soweit flüssig und lässt sich gut lesen. Es ist alles sehr gut verständlich und die Geschichte ist nachvollziehbar.
Die Handlung selbst hat sich für mich so toll angehört. Und sie ist auch toll, keine Frage. Trotzdem aber hat es mich nicht von Anfang an gepackt. Ich habe mich schwer getan, habe ziemlich gebraucht bis ich wirklich im Geschehen angekommen war.
Dann aber, als ich endlich drin war, war ich wirklich fasziniert. Die Umgebung ist so toll beschrieben, es macht richtig viel Freude die Charaktere zu begleiten. Man erfährt sehr viel über das Leben der Inselbewohner, darüber an was sie glauben, wie sie so sind. Es kommt Spannung auf, trotz dass es eher ruhig gehalten ist, und ins Geschehen ist eine Liebesgeschichte integriert. Diese passt gut zur Handlung, sie fügt sich richtig gut ein, ist stimmig.

Das Ende ist dann in meinen Augen sehr passend gewählt. Ich fand es richtig gut, es passt sehr gut zur Gesamtgeschichte, macht diese rund und schließt sie ab.

Zusammengefasst gesagt ist „Der Herzschlag der Steine“ von Isabel Morland ein Roman, der mich nach anfänglichen Schwierigkeiten gut für sich gewinnen konnte.
Interessante, gut beschriebene Charaktere, ein flüssiger Stil der Autorin und eine Handlung, die mich nicht direkt abgeholt hat, dann aber durch ihren Erzählstil und mit einer tollen Kulisse punkten kann, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!