Gelesen: „Winter meines Herzens“ von Emylia Hall

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 615 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 417 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3442714842
Verlag: btb Verlag (12. November 2018)
Sprache: Deutsch

Hadley Dunns Leben könnte nicht normaler verlaufen – Familie, Uni, Freunde. Bisher keine große Liebe, dafür aber auch kein großer Schmerz. Bis sie beschließt für ein Auslandssemester in die Schweiz zu gehen. Nach Lausanne am Genfer See. Ein Ort, der voller Magie ist, der erfüllt von Versprechungen scheint. Hier beginnt Hadley eine leidenschaftliche Beziehung zu einem Mann. Hier lernt sie Kristina kennen und findet in ihr die beste Freundin, die sie jemals hatte. Doch dann ereignet sich in einer dunklen Winternacht – der erste Schnee ist gerade gefallen – eine Tragödie. Und was als sorgenfreies Abenteuer begann, entwickelt sich zu einem Alptraum …
(Quelle: btb Verlag)

Die Autorin Emylia Hall war mir bisher noch vollkommen unbekannt. Nun hatte ich die Chance ihren Roman „Winter meines Herzens“ zu lesen und entsprechend gespannt war ich darauf.
Das Cover ist recht schlicht, mir persönlich gefällt es aber wirklich sehr gut. Und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden.

Die hier auftauchenden Charaktere sind der Autorin richtig gut gelungen. Ich konnte sie mir gut vorstellen und die Handlungen auch nachvollziehen.
Hadley ist hier die Protagonistin. Als Leser begleitet man sie auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Hadley führt ein recht unspektakuläres Leben, geht dann aber nach Lausanne für ein Auslandssemester. Mir gefiel hier besonders das Hadley selbstbewusster wird. Sie nimmt mehr am Leben teil, dann aber schlägt das Schicksal zu und sie wird emotional sehr aufgewühlt. Außerdem erlebt Hadley hier die Liebe.
Joel ist Hadleys Dozent. Er steht ihr bei, wirkte auf mich aber recht undurchsichtig und merkwürdig. Die Beziehung der beiden ist verboten, was einen ziemlichen Druck vor allem auch auf Joel ausübt. Allerdings so richtig schlau wird man aus ihm nicht, ob da nicht doch noch mehr dahinter steckt.

Es gibt noch andere Figuren, wie beispielsweise Kristina, Hadleys Freundin in Lausanne. Die beiden verstehen sich sehr gut, bis zu besagten Schicksalsschlag. Und dann sind da noch andere, die sich ebenso gut ins Geschehen einfügen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr emotional gehalten. Mir gefiel das wirklich gut, denn ich bin so richtig gut durch die Seiten gekommen und konnte ohne Probleme folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus der personalen Erzählperspektive. Ich fand dies etwas ungewöhnlich und es hat mir hier auch irgendwie doch Probleme bereitet. Nach ein paar Seiten aber ging es dann richtig gut und ich kam flott voran.
Die Handlung selbst ist echt toll. Man kann sich als Leser sehr gut hineinversetzen, es ist eine richtige emotionale Achterbahnfahrt, die man als Leser hier durchmacht. So gibt es hier auch Passagen, die es schwer machen das Buch aus der Hand zu legen.
Neben der Handlung ist es auch die Umgebung, die verschiedenen Jahreszeiten, die ich richtig faszinierend empfand. Die Autorin weiß dies genau zu beschreiben, so dass man sich dies als Leser sehr gut vorstellen kann.

Das Ende empfand ich dann als gelungen und passend gemacht. In meinen Augen ist es stimmig und gut, es schließt das Geschehen gut ab und macht es letztlich auch rund. Auch hier kommen die Emotionen sehr gut rüber.

Abschließend gesagt ist „Winter meines Herzens“ von Emylia Hall ein Roman, der mich gut abgeholt aber nicht vollkommen für sich gewinnen konnte.
Interessante Charaktere, ein flüssiger gut zu lesender Stil, der die Emotionen gut zum Leser transportiert und eine Handlung, die ich als gefühlvoll aber eben auch ein wenig wirr empfand und deren Umgebungsbeschreibungen richtig gelungen sind, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!