Gelesen: “My Dead Sister’s Love Story” von Lea Melcher

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1908 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 342 Seiten
Verlag: Impress (3. Januar 2019)
Sprache: Deutsch

**Manchmal musst du alles verlieren, um zu erfahren, was es dir bedeutet…**
Antonias große Schwester Zoe war immer die Coole, die von allen bewundert wurde. Sie war es, die sich über Regeln hinwegsetzte und für ihre Überzeugungen eintrat. Doch nun ist sie tot, gestorben bei einem Autounfall. Für Antonia bricht eine Welt zusammen. Alles, was ihr bleibt, ist ein Tagebuch, von dessen Existenz sie bisher nichts ahnte, und das Bewusstsein, dass sie ihre Schwester nie wirklich gekannt hat. Wie kann es sein, dass der Wagen ungebremst gegen einen Brückenpfeiler krachte? Und was verband Zoe mit Max, dem angesagten Musiker, der mit ihr im Auto verunglückte? Zusammen mit Theo, Max’ geheimnisvollem jüngeren Bruder, macht sich Antonia auf die Spur einer verborgenen Liebesgeschichte – und dabei erfahren beide mehr über sich, als sie jemals für möglich gehalten hätten…
(Quelle: Impress)

Die Autorin Lea Melcher war mir bisher vollkommen unbekannt. Umso gespannter war ich nun auf ihren Impress Roman „My Dead Sister’s Love Story“ aus ihrer Feder.
Vom Cover wurde ich hier auf Anhieb angesprochen und auch der Klappentext versprach mit tolle Lesestunden. Daher habe ich das eBook auf direkt auf meinen Reader geladen und dann ging es auch schon los.

Die Charaktere dieser Geschichte hier sind der Autorin sehr gut gelungen. Ich konnte sie mir alles gut vorstellen und die Handlungen auch verstehen.
Antonia tat mir so leid. Ich konnte ihren Schmerz, ihre Trauer wirklich nachempfinden. Auch das sie fast erdrückt wird von der Anteilnahme der Umgebung, es wirkte alles sehr echt auf mich. Als sie dann Theo kennenlernt und auch das Tagebuch ihrer Schwester findet beginnt sie Zoe ein Stück weit mehr zu verstehen.
Theo ist der Bruder von Max. Dieser kam ebenfalls bei dem Unfall ums Leben, genauso wie Zoe. Er ist der Einzige, der wirklich versteht wie es Antonia geht, was sie empfindet, was ihr durch den Kopf geht.

Die anderen Charaktere, wie die Eltern von Antonia, fügen sich gut ins Geschehen ein. Man kann sie sich gut vorstellen und versteht sie auch.
Und durch das Tagebuch lernt man sowohl Zoe als auch Max ein Stück weit besser kennen, wie sie waren und sich verhalten haben.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr emotional und flüssig. Ich bin sehr gut durch das Geschehen gekommen, konnte ohne Probleme folgen und auch alles nachvollziehen.
Es gibt hier verschiedene Sichtweisen aus denen die Autorin die Geschichte hier darstellt. Ganz zu Anfang gibt es die Sichtweisen von Max und Zoe. Doch recht schnell wechselt die Perspektive dann zu Antonia. Diese Sichtweise gefiel mir gut, denn so ist man richtig nah an ihr dran.
Die Handlung selbst hat mich echt gepackt. Die Autorin hat es wirklich geschafft mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt zu schicken. Es wirkte alles sehr realistisch und glaubhaft auf mich, immer wieder gibt es neue Schicksalsschläge, die Autorin regt zudem zum Nachdenken an. Zum Teil ist es sehr schwer, es wirkt bedrückend. Es gibt aber auch humorvolle Szenen, die das ganze auflockern.
Die Autorin packt hier Themen wie Familie, Verlust und Trauer sehr gut in eine Geschichte, die den Leser mitnimmt.

Das Ende ist dann in meinen Augen gelungen. Für mich passt es sehr gut zur Gesamtgeschichte, es macht sie rund und schließt sie gut ab.

Zusammengefasst gesagt ist „My Dead Sister’s Love Story” von Lea Melcher ein richtig guter Jugendroman, der mich vollkommen einfangen konnte.
Sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein flüssiger sehr gut zu lesender Stil der Autorin und eine emotionale und berührende Handlung, haben mir wunderbare Lesestunden beschert und mich wirklich begeistert.
Absolut zu empfehlen!