Gelesen: “Songbird” von Anna Rosina Fischer

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2931 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Piper Gefühlvoll (4. Dezember 2018)
Sprache: Deutsch

Ella und Sam kennen sich schon ewig, als sie sich endlich eingesteht, dass er ihr mehr bedeutet als alles andere. Zu dumm nur, dass Sam der beste Freund ihres großen Bruders ist. Und dass er ausgerechnet jetzt eine Stelle als Referendar fürs Lehramt antritt – an ihrer Schule. Und dann ist da noch diese Sache mit Milo … Völlig überfordert von ihren Gefühlen setzt Ella ihre eigene Gesundheit gefährlich aufs Spiel und verletzt damit nicht nur sich selbst.
»Songbird« ist so romantisch, chaotisch, witzig und tieftraurig wie die echte, ganz große Liebe.
(Quelle: Piper)

Der Roman „Songbird“ stammt von der Autorin Anna Rosina Fischer. Hier wurde ich ja ganz besonders vom Cover angesprochen. Aber auch der Klappentext passte dann und so habe ich das Buch dann schnell geladen und schon ging es los.

Die Charaktere sind soweit gut gelungen. Als Leser kann man sie sich gut vorstellen und auch deren Handlungen nachvollziehen.
Die Protagonistin Ella hat es mir jedoch verdammt schwer gemacht. Sie hungert ständig, sie hat ein richtiges Problem mit dem Thema Essen. Es bleibt aber vollkommen im Dunkeln warum Ella so handelt, warum sie hungert. Vom Charakter her gefiel mir Ella gut, sie fügt sich gut ins Geschehen ein.

Ebenso fügen sich die Nebenfiguren sehr gut ins Geschehen ein. Sie wirkten auf mich auch gut gezeichnet und die Handlungen waren für mich soweit nachvollziehbar.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig. Man kommt als Leser sehr gut ins Buch hinein und kann auch ohne Probleme folgen und alles verstehen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Ella. Die Autorin hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet. Diese passt in meinen Augen sehr gut zur Geschichte, denn man ist so nah an ihr dran und bekommt einen super Einblick in ihre Gefühlswelt.
Die Handlung allerdings hat mir dann leider nicht ganz so gefallen wie ich es mir vom Klappentext her erwartet hatte. Es ist eine Liebesgeschichte, die an sich echt schön ist. Okay, die Autorin hat hier das Rad nicht neu erfunden, dennoch aber hat mir diese Lovestory gefallen. Sie ist wirklich süß.
Auch ein ernstes Thema findet den Weg in diese Geschichte hier, denn es geht um Magersucht. Allerdings erwähnt die Autorin dies immer nur am Rand. Ich hätte mir hier gewünscht, dass diese Thematik mehr aufgenommen und das sie richtig ins Geschehen integriert wird. Dies ist aber leider nicht der Fall.

Das Ende ist dann passend zur Gesamtgeschichte. In meinen Augen macht es diese Geschichte hier rund und schließt sie sehr gut ab.

Insgesamt gesagt ist „Songbird“ von Anna Rosina Fischer ein Roman, der mich nicht auf Anhieb wirklich für sich gewinnen konnte.
Charaktere, die gut beschrieben und deren Handlungen auch soweit gut nachvollziehbar sind, ein flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die mit einer süßen Liebesgeschichte daherkommt, deren Hintergrundthema aber leider zu wenig einbezogen wird, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!