Gelesen: “The Hurting: Als du mich gestohlen hast” von Lucy van Smit

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Chicken House (28. Februar 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551521123
ISBN-13: 978-3551521125
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Nordic Noir trifft auf Brontës Sturmhöhe. 
Nell glaubt nicht an Liebe auf den ersten Blick – bis sie Lukas begegnet. Dem attraktiven und irgendwie wilden Jungen im Wolfsmantel. Mit Lukas wird ihr Leben schöner, mit ihm kann sie glücklich sein. Doch Lukas verfolgt einen finsteren Plan und als Nell das begreift, ist sie schon mitten im Nirgendwo, hat ein Kind entführt und wird von der Polizei gesucht. Und hier, in der Einsamkeit norwegischer Wälder, beginnt für sie ein Überlebenskampf – gegen die Natur, gegen Wölfe, gegen den Schmerz und gegen den Jungen, den sie liebt.
(Quelle: Chicken House)

Bisher kannte ich die Autorin Lucy van Smit noch nicht. Umso gespannter war ich daher auf „The Hurting: Als du mich gestohlen hast“.
Der Klappentext machte mich hier richtig neugierig und auch das Cover konnte mich am Ende überzeugen. Daher habe ich mich auf flott ans Lesen gemacht.

Ihre Charaktere hat die Autorin sehr gut ausgearbeitet und ich konnte sie mir alle sehr gut vorstellen und die Handlungen waren auch nachvollziehbar für mich.
Nell ist ein junges Mädchen, das ziemlich schnell erwachsen werden muss. Ihre Schwester ist krank und Nell kümmert sich um sie. Sie steht für die Familie ein, auf mich wirkte sie aber auch hoffnungslos zum Teil. Je mehr ich über Nell im Verlauf der Handlung erfahren habe, desto mehr konnte ich mit ihr mitfiebern und sie verstehen.
Lukas wirkte von Beginn an mysteriös und auch geheimnisvoll auf mich. Ich wusste nicht so ganz was ich von ihm halten sollte. Das hat sich erst nach und nach. Als Leser erfährt man stückchenweise was in Lukas wirklich vorgeht, welche Pläne er wirklich verfolgt. Und genau das macht ihn auch irgendwie richtig interessant.

Die Nebencharaktere in dieser Geschichte hier sind der Autorin auch sehr gut gelungen. Sie fügen sich gut ins Geschehen ein, wobei ich anmerken muss, Nells Vater war mir nicht sonderlich sympathisch.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut zu lesen. Ich bin sehr gut ins Geschehen hineingekommen und konnte auch ohne Probleme folgen. Für mich war alles gut zu verstehen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Nell und Lukas. Nell nimmt aber definitiv den größeren Part ein.
Die Handlung ist schon irgendwie richtig gut. Mir gefiel es sehr gut, dass die Autorin ihre Leser hier nach Norwegen entführt. Diese Einsamkeit, die raue Natur, es ist wirklich alles sehr gut beschrieben und man kann es sich als Leser richtig gut vorstellen. Hinzu kommt die doch recht düstere, geheimnisvolle Atmosphäre, die den Leser gefangen nimmt.
Mit der eigentlichen Handlung habe ich mich gerade auch zu Anfang etwas schwer getan. Mir ging es zu schleppend voran, auch zwischendrin gab es immer mal wieder Längen, in denen die Spannung verloren ging. Diese wurden dann aber immer wieder auch von überraschenden Wendungen abgelöst, die dann auch wieder spannende Momente ins Geschehen brachten.
Die eingearbeitete Liebesgeschichte hat mir gut gefallen. Sie passt sich gut ins Geschehen ein und konnte mich wirklich begeistern.

Das Ende empfand ich als stimmig und gut gehalten. Für mich passte es sehr gut zur Gesamtgeschichte, macht diese rund und schließt sie sehr gut ab.

Abschließen gesagt ist „The Hurting: Als du mich gestohlen hast“ von Lucy van Smit ein Jugendroman, der nicht ganz das halten kann, was der Klappentext verspricht.
Gut gezeichnete, interessante Charaktere, ein flüssiger sehr angenehm zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die zwar mit Spannung und einer richtig tollen Kulisse punkten kann, in der es aber zwischenzeitlich doch immer wieder auch Längen gibt, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

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