Gelesen: “Jenseits der Nacht” von Volker Dützer

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 987 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 478 Seiten
Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS (16. Januar 2019)
Sprache: Deutsch

Eiskalter Tod: Ein fesselnder Thriller, der unter die Haut geht
Als Unfallchirurgin kämpft Lisa Wegener verbissen um jedes Leben und überschätzt mehr als einmal ihre Kräfte. Um die anstrengenden Schichten durchzustehen, greift sie zu Aufputschmitteln. Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Unglück und sie steht auf einmal im Mittelpunkt einer Ermittlung. Lisa spürt, wie ihr Leben nach und nach zerbricht. Die selbstbewusste Ärztin verwandelt sich in eine Frau, die sich vor ihrem eigenen Schatten fürchtet.
Das Blatt scheint sich zu wenden, als sie den charismatischen Wissenschaftler Vincent van Dyck kennen und lieben lernt. Er ist von dem Gedanken besessen, den Tod zu besiegen. Zu spät erkennt Lisa, dass sie einen entsetzlichen Fehler begangen hat …
(Quelle: dp DIGITAL PUBLISHERS)

Von Volker Dützer habe ich bereits vorher etwas gelesen und auch für gut befunden. Nun stand der Thriller „Jenseits der Nacht“ aus seiner Feder auf meinem Leseplan und ich war wirklich gespannt darauf, was mich hier wirklich erwarten würde.
Das Cover wirkte auf mich gut gestaltet und der Klappentext machte mich neugierig. Daher habe ich auch flott mit Lesen angefangen.

Die auftauchenden Charaktere hat der Autor gut gezeichnet. Als Leser kann man sie sich gut vorstellen und auch die Handlungen sind gut zu verstehen.
Lisa ist eine gut dargestellte Protagonistin. Für ihren Job tut sie alles, sie arbeitete fast schon bis hin zur Selbstaufgabe. Allerdings nehmen sie die Schicksale, die sie in ihrem Job kennenlernt, zu sehr mit, sie lässt sie zu sehr an sich heran. Und dann wird sie ungewollt auch noch in düstere Machenschaften hineingezogen. Ich empfand sie wie gesagt als gut dargestellt, man kann sich als Leser gut in sie hineinversetzen, kann nachempfinden was die denkt, was in ihr vorgeht. Sie hat so ganz spezielle Eigenschaften, die der Autor gut zur Geltung bringt.

Desweiteren lernt man als Leser noch andere Charaktere gut kennen. Sie alle wirkten auf mich vorstellbar und glaubhaft. Der Autor hat sie gut ins Geschehen integriert, jeder bringt dabei noch ganz eigene Dinge mit.

Der Schreibstil des Autors ist sehr gut zu lesen. Ich bin recht flüssig und gut durch das Geschehen hier hindurch gekommen, auch wenn ich doch ein paar Seiten gebraucht habe um wirklich vollkommen anzukommen.
Geschildert wird das Geschehen in der personalen Erzählperspektive. Somit blickt man als Leser von außen auf das Geschehen, bekommt einen guten Überblick über alles.
Die Handlung ist vom Aufbau her spannend gehalten. Nach dem, wie bereits erwähnt, etwas zähen Einstieg kam ich dann wirklich gut durch das Geschehen hindurch. Es kommt keinerlei Langeweile mehr auf, eher das Gegenteil ist der Fall. Als Leser will man immer wissen wie es wohl weitergeht. Der Autor hat zudem gute Wendungen ins Geschehen eingebaut, die es in neue Bahnen lenkten.

Das Ende ist in meinen Augen sehr überraschend. Ich habe nicht damit gerechnet, es passt aber sehr gut zur Gesamtgeschichte und schließt diese wirklich rund ab.

Letztlich gesagt ist „Jenseits der Nacht“ von Volker Dützer ein Thriller, der mich nach kleineren Schwierigkeiten dann richtig einfangen konnte.
Gut gezeichnete Charaktere, ein flüssig zu lesender angenehmer Stil des Autors und eine Handlung, die sich spannend aufbaut und in der es auch ungeahnte Wendungen gibt, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!