Gelesen: „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ von Meike Werkmeister

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (8. April 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442487870
ISBN-13: 978-3442487875

Eigentlich ist Anni glücklich. Mit ihrem Langzeitfreund Thies lebt sie in einem hübschen Bremer Häuschen, ihr Geld verdient sie als Game-Designerin und in ihrer Freizeit entwirft sie Poster- und Postkartenmotive. Doch dann will ihr Chef, dass sie das neue Büro in Berlin leitet. Und Thies will auf einmal heiraten. Nur Anni weiß nicht mehr, was sie will. Da meldet sich ihre Jugendfreundin Maria aus Norderney, und Anni beschließt spontan, eine Auszeit zu nehmen. 6 Wochen Sand und Wind, Sterne und Meer – einfach mal durchpusten lassen. Danach sieht sicher alles anders aus. Wie anders, das hätte Anni sich allerdings nicht träumen lassen …
(Quelle: Goldmann Verlag)

Von der Autorin Meike Werkmeister kannte ich bisher noch keinen Roman. Nun also stand mit „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ ihr neuestes Werk auf meinem Leseplan und ich war entsprechend gespannt darauf.
Das Cover gefiel mir richtig gut und der Klappentext machte mich neugierig. Daher habe ich dann auch flott mit Lesen begonnen.

Ihre Charaktere sind der Autorin gelungen. Sie wirkten meiner Meinung gut beschrieben und lebendig. Ich konnte sie mir vorstellen und auch die Handlungen waren für mich nachvollziehbar.
Anni ist eine tolle junge Frau. Bisher hat sie ihr Leben genossen, hat es einfach gelebt. Nun aber muss sie Entscheidungen treffen, die ihr weiteres Leben beeinflussen. Das überfordert sie ein wenig, daher flüchtet Anni nach Norderney. Ich habe Anni richtig ins Herz geschlossen, habe ihre Geschichte hier gerne gelesen.
Thies ist Annis Freund. Auch er ist sehr gut ausgearbeitet. Er ist nicht ganz so begeistert von Annis Flucht, immerhin hat er andere Pläne mit seiner Freundin.

Es sind aber nicht nur die Protagonisten, die mir hier gefallen haben, auch die Nebenfiguren sind gut gezeichnet. Die Mischung ist hier stimmig und passend zur Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig. Ich bin leicht ins Buch hineingekommen und konnte dann auch ohne Probleme folgen und alles nachvollziehen.
Die Handlung selbst ist sehr kurzweilig und wirklich schön. Die Autorin hat hier eine tolle Geschichte verfasst, in der die auch Tiefe einbringt und wo der Leser Spannung geboten bekommt. Sie befasst sich mit Themen wie Freundschaft, Verlust und natürlich auch der Liebe. Auf mich wirkte es stimmig und frisch, die Autorin macht hier ihre ganz eigene Geschichte draus.
Es ist aber nicht nur die Geschichte, die mich überzeugt hat, auch die Kulisse mit Norderney gefiel mir sehr gut. Die Autorin beschreibt die Umgebung sehr schön, man fühlt sich als wäre man beinahe selbst vor Ort.

Das Ende ist dann in meinen Augen stimmig und richtig schön. Es passt zur hier erzählten Gesamtgeschichte, macht diese rund und schließt sie zufriedenstellend ab.

Insgesamt gesagt ist „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ von Meike Werkmeister ein kurzweiliger Roman, der mich wirklich einfangen konnte.
Gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger locker zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als sehr harmonisch empfunden habe und in der sich die Autorin mit einer Mischung aus Liebe, Freundschaft aber auch Verlust beschäftigt, haben mir tolle Lesestunden beschert und mich begeistert.
Wirklich zu empfehlen!