Gelesen: “Was mir von dir bleibt” von Adam Silvera

Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Arctis ein Imprint der Atrium Verlag AG (22. März 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3038800228
ISBN-13: 978-3038800224
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

Als Griffins erste Liebe und Exfreund Theo bei einem Unfall stirbt, bricht für ihn eine Welt zusammen. Denn obwohl Theo aufs College nach Kalifornien gezogen war und anfing, Jackson zu daten, hatte Griffin nie daran gezweifelt, dass Theo eines Tages zu ihm zurückkehren würde. Für Griffin beginnt eine Abwärtsspirale. Er verliert sich in seinen Zwängen und selbstzerstörerischen Handlungen, und seine Geheimnisse zerreißen ihn innerlich. Sollte eine Zukunft ohne Theo für ihn überhaupt denkbar sein, muss Griffin sich zuerst seiner eigenen Geschichte stellen – jedem einzelnen Puzzlestück seines noch jungen Lebens.
(Quelle: Arctis Verlag)

Von Adam Silvera habe ich bereits einen Roman gelesen, der mich auch wirklich sehr begeistern konnte. Jetzt hatte ich auch die Chance „Was mir von dir bleibt“ aus seiner Feder zu lesen und entsprechend war ich wieder richtig gespannt auf die Geschichte.
Das Cover gefiel mir wieder einmal sehr gut und der Klappentext versprach mir tolle, emotionale Lesestunden. Daher habe ich mich auch flott ans Lesen gemacht.

Seine Charaktere hat der Autor hier wieder verdammt gut ausgearbeitet. Auf mich wirkten sie alle authentisch und glaubhaft, ich konnte sie mir vorstellen, sie greifen und die Handlungen auch gut verstehen.
Griffin ist es hier der den Leser an seiner Geschichte teilhaben lässt. Er hat seinen Freund Theo verloren. Als Leser spürt man diese unbändige Trauer mit jedem Wort, man fühlt richtig mit. Dabei ist Griffin kein einfacher Mensch, er leidet unter Zwangsstörungen. Durch seine Ecken und Kanten gewinnt Griffin an Tiefe, er wirkte für mich wie aus dem Leben gegriffen.
Über Theo erfährt man als Leser nur durch Griffin etwas. Er war Griffins große Liebe, die beiden kannten sich seit Kindertagen. Auch Theo hat Ecken und Kanten, wirkte dadurch authentisch und glaubhaft.

Es sind aber nicht nur die Protagonisten, die mir richtig gut gefallen haben, auch die Nebenfiguren dieser Geschichte hier sind dem Autor unheimlich gut gelungen. Auch sie waren für mich lebendig und greifbar, die Handlungen und Gefühle zu jeder Zeit nachzuvollziehen.

Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig, emotional und sehr ergreifend. Man wird hier als Leser mitgerissen und mit jedem Wort berührt einen die Geschichte hier mehr.
Geschildert wird das Geschehen in der Sichtweise von Griffin. Der Autor verwendet hierbei die Ich-Perspektive, die in meinen Augen ganz wunderbar zur Geschichte passt. Man folgt Griffin, lernt ihn so besser kennen und ja auch verstehen. Außerdem bekommt man einen exklusiven Einblick in seine Gedanke und Gefühle, kann sie nachempfinden.
Dabei sind die Kapitel abwechselnd in der Vergangenheit und der Gegenwart gehalten. Somit wird die Geschichte hier noch realistischer, denn durch die Rückblicke erfährt man als Leser noch einiges mehr.
Die Handlung hat mich absolut bewegt. Es ist traurig, emotional und sehr melancholisch. Man fühlt als Leser mit, nicht selten fließen Tränen und das Herz wird einem schwer.
Zudem spricht der Autor wieder viele verschieden Themen in seinem Roman an. So geht er auch Homosexualität ein, genauso wie er Trauer, Eifersucht und auch Zwangsstörungen mit einbindet. Diese Mischung ist gut gelungen und auch wenn es vielleicht ein wenig viel klingt, ich empfand es immer als genau richtig dosiert.

Das Ende ist dann in meinen Augen genau richtig. Es passt ganz wunderbar zur Gesamtgeschichte, schließt alles ab, es brührt und ja es hallt auch noch nach.

Insgesamt gesagt ist „Was mir von dir bleibt“ von Adam Silvera ein Roman, der mich mitgerissen und sehr bewegt hat.
Glaubhafte authentisch wirkende Charaktere, ein flüssig zu lesender emotionaler Stil des Autors sowie eine Handlung, die ich als melancholisch, traurig und auch herzergreifend schön empfunden habe, haben mir wunderbare Lesestunden beschert und mich begeistert.
Absolut empfehlenswert!

Rezension “Am Ende sterben wir sowieso”

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