Gelesen: “Wenn das Schicksal einzieht” von Teresa Wagenbach

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 2059 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Forever (7. Januar 2019)
Sprache: Deutsch

Was würdest du tun, wenn du deine erste große Liebe wiedersiehst und sie sich vollkommen verändert hat – doch du spürst immer noch diese Verbindung?
Lola hat bei einem Unfall alles verloren: das Gefühl in ihren Beinen, die Erinnerungen an ihre erste große Liebe Nick und ihre Zukunft. Sie fühlt sich eingesperrt in ihrem Leben. Als Nick eines Tages plötzlich wieder vor ihr steht, erkennt sie ihn nicht. Deshalb ist sie alles andere als begeistert, dass ihr Vater ihn einstellt und ihm sogar ein Zimmer in der luxuriösen Villa überlässt, in der sie lebt. Er hofft offenbar verzweifelt, dass ein wenig Abwechslung und Gesellschaft Lola ihren Lebensmut zurückgeben. Der Plan scheint zunächst aufzugehen, denn Lola fühlt sich zu Nick hingezogen. Doch das stürzt sie nur in ein noch größeres schwarzes Loch: Denn wie sollte ein kerngesunder Mann wie Nick jemals eine Querschnittsgelähmte wie sie lieben können?
(Quelle: Forever)

Bisher war mir die Autorin Teresa Wagenbach noch vollkommen unbekannt. Daher war ich auch entsprechend gespannt auf „Wenn das Schicksal einzieht“ aus ihrer Feder.
Hier hat mich ja besonders der Klappentext angesprochen. Doch auch das Cover ist wirklich toll und so habe ich mich dann auch recht schnell ans Lesen gemacht.

Die Charaktere dieser Geschichte hier sind soweit auch gut dargestellt. Man kann sie sich als Leser gut vorstellen und auch die Handlunge soweit nachvollziehen.
Lola tat mir ehrlich ein bisschen leid. Sie sitzt im Rollstuhl und wird oftmals eher wie ein rohes Ei behandelt. Alle Sorgen sich um sie, sie hat ihre Fröhlichkeit, ihren Lebensmut vollkommen verloren. Sie befindet sich in einem Loch aus dem sie so nicht so leicht rauskommt. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen, diese hat die Autorin wirklich sehr gut eingebracht.
Nick kennt Lola von früher. Doch er hat sich verändert. Was mit ihm los ist, das erfährt man als Leser er nach und nach. Ich muss zugeben zu Anfang wurde ich nicht ganz warm mit ihm, das hat sich erst im Verlauf verändert.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön. Man kommt als Leser leicht und auch flüssig durch die Geschichte hindurch, kann gut allem folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweisen von Lola und Nick. Dies gefiel mir echt gut, denn so lernt man die Gedanken beider gut kennen.
Die Handlung ist auch soweit wirklich toll. Den Leser erwartet hier eine Liebesgeschichte, die ansprechend gehalten ist. Es gibt hier verschiedene Gefühle und Emotionen, allerdings empfand ich es nicht unbedingt sehr tiefgründig. Es gibt hier leider zu wenige Seiten um auf alles detailliert einzugehen, ein paar mehr Kapitel hätten der Geschichte in meinen Augen aber doch gutgetan.
Die Autorin greift Themen wie Mobbing und auch Gewalt auf, allerdings kratzt sie doch meist nur an der Oberfläche.

Das Ende ist dann zwar passend und es schließt alles gut ab. Mir persönlich kam es aber doch zu schnell, es wirkte irgendwie unfertig, man wird doch regelrecht aus der Handlung rausgerissen.

Insgesamt gesagt ist „Wenn das Schicksal einzieht“ von Teresa Wagenbach ein Roman, der es mir nicht so einfach gemacht hat wie ich erwartet hatte.
Gut gezeichneten Charaktere und einem doch sehr angenehm zu lesenden Stil der Autorin folgt eine Handlung, die dem Leser eine Liebesgeschichte präsentiert, dabei aber leider doch immer recht oberflächlich bleibt. Es gibt hier sehr viel Potential, die Autorin verschenkt dies aber leider.
Schade!

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