Gelesen: „Love to share – Liebe ist die halbe Miete“ von Beth O’Leary

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 721 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Diana Verlag (1. April 2019)
Sprache: Deutsch

Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt kein Problem, denn Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. Die Uhrzeiten sind festgelegt, die Absprachen eindeutig. Doch das Leben hält sich nicht an Regeln …
(Quelle: Diana Verlag)

Der Roman „Love to share – Liebe ist die halbe Miete“ stammt von der Autorin Beth O’Leary. Es ist das erste Buch der Autorin das es auch auf Deutsch zu lesen gibt.
Mich hat hier ganz besonders der Titel und der Klappentext angesprochen. Daher habe ich auch ziemlich flott nach dem Laden des eBooks mit dem Lesen begonnen.

Ihre Charaktere hat die Autorin gut gezeichnet. Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen und auch die Handlungen waren für mich zu jeder Zeit gut nachvollziehbar.
Tiffy und Leon, die beiden Protagonisten hier in dieser Geschichte, haben mir gut gefallen. Beide wirkten sie sympathisch auf mich.
Leon wirkt vielleicht etwas schwierig, er geht auch sehr in seinem Job auf, lebt nur dafür. Bei ihm bedarf es eigentlich auch keiner großen Worte, er wirkte eher in sich gekehrt. Und dennoch hat er es mir eben angetan.
Tiffy hingegen ist offen und lebensfroh. Gerade erst hat sie sich getrennt, eine Erfahrung die nicht wirklich schön für sie war. Der Leser erfährt hierzu nach und nach immer mehr, kann sich dann auch gut in sie hineinversetzen.
Die beiden sind grundverschiedene und dennoch haben sie auch einiges gemeinsam.

Neben den Protagonisten gibt es auch noch Nebenfiguren, die sich sehr gut ins Geschehen einfügen und jeder so ganz eigene Dinge mitbringen.

Der Schreibstil der Autorin ist schön flüssig und so sehr gut zu lesen. Sie schafft es hier alles verständlich zu erzählen, immer auch gepaart mit einer guten Prise Humor.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Leon und Tiffy.

So folgt man ihnen als Leser immer sehr nahe, bekommt ihre Gedanken und Gefühle sehr gut mit und lernt sie auch viel besser kennen.
Die Handlung selbst konnte mich dann gut für sich gewinnen. Es ist eine eher kurzweilige Geschichte, die mich aber dennoch eben mitnehmen konnte. Sie weiß gut zu unterhalten, auch wenn sie an manchen Stellen doch eher vorhersehbar gehalten ist. Mich hat dies aber nicht wirklich gestört, ich wolle wissen wie es letztlich weitergeht.

Das Ende ist in meinen Augen dann gut gelungen. Ich empfand es als passend und gut gewählt. Es schließt diese Geschichte hier sehr gut ab und macht alles schön rund, entlässt den Leser dann am Ende auch zufrieden aus der Geschichte.

Insgesamt gesagt ist „Love to share – Liebe ist die halbe Miete“ von Beth O’Leary ein kurzweiliger Roman, der mich auch gut für sich gewinnen konnte.
Gut gezeichnete sehr gegensätzliche Charaktere, ein flüssig zu lesender angenehmer Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als humorvoll und richtig süß empfunden habe, die mir aber manches Mal doch zu vorhersehbar wurde, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!