Gelesen: “Ainias Geheimnis: Ein Themiskyra-Roman” von Dani Aquitaine

Taschenbuch: 264 Seiten
Verlag: tredition (18. Oktober 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746938961
ISBN-13: 978-3746938967
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

„Plötzlich … war da greifbares Glück. Freude. Hoffnung.
Vielleicht hatte das Leben doch noch mehr für mich auf Lager als lebenslänglich Themiskyra.“
Fernab der modernen Gesellschaft, verborgen von dichten, grünen Wäldern liegt Themiskyra, eine Stadt von Frauen, die schon seit Jahrtausenden harmonisch und im Einklang mit der Natur leben: Die Amazonen. Doch der Alltag in Themiskyra ist nicht immer leicht. Die Unabhängigkeit der weltfernen Amazonensiedlung bringt viele Entbehrungen mit sich, und das Leben dort langweilt die 17-jährige Ainia. Viel lieber reitet sie in die nahe Kleinstadt, wo sie schließlich auf den charmanten Kassian trifft, der ihr eine Welt voller Luxus und Glamour zeigt. Im Geheimen setzen sie ihre Treffen fort, denn den Frauen von Themiskyra ist es verboten, sich zu verlieben. Als unerwartet ein kleines Vermögen in Ainias Besitz gelangt, ahnt sie nichts von den schicksalhaften Konsequenzen und dem Unheil, das der Reichtum mit sich bringt. Schon bald muss sie eine Entscheidung treffen, die ihr Leben verändern wird – das möglicherweise mehr für sie bereithält, als sie sich jemals erhofft hatte …
(Quelle: Amazon)

Bisher war mir Dani Aquitaine noch vollkommen unbekannt. Umso gespannter war ich auf „Ainias Geheimnis“, den ersten Teil der „Themiskyra-Romane“.
Das Cover gefiel mir richtig gut und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Daher habe ich dann, ohne jegliche Erwartungen, angefangen mit Lesen.

Ihre Charaktere hat die Autorin sehr gut ausgearbeitet. Mir haben sie gut gefallen, sie wirkten lebendig und vorstellbar auf mich.
Ainia ist gut beschrieben, allerdings ich konnte nicht alle ihre Handlungen wirklich verstehen. Sie verhält sich in meinen Augen nicht immer gut, wirkte von oben herab und lügt sehr viel. Wodurch diese Verhaltensweisen ausgelöst werden ist schwer zu sagen. Mit der Zeit habe ich sie besser verstanden auch wenn ich nicht alles von ihr gut fand.
Kassian ist doch reichlich naiv. Er sieht gut aus, keine Frage, und er ist charmant aber leider ist er auch sehr oberflächlich.

Neben den beiden genannten Charakteren gibt es noch andere, die sich gut ins Geschehen einfügen. Aber auch hier gab es ein paar, die ich nicht unbedingt auf Anhieb wirklich verstanden habe.

Der Schreibstil der Autorin hat es mir zu Beginn nicht ganz so einfach gemacht. Irgendwie habe ich wirklich einige Zeit gebraucht um mich einzugewöhnen. Danach aber ging es richtig gut voran, ich bin dann doch zügig durch die Seiten gekommen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Ainia. Die Autorin hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet, was ich als passend empfand. So ist man als Leser gut bei ihr und kann ihr folgen.
Die Handlung konnte mich leider nur bedingt überzeugen. Von der Idee hinter der Geschichte war ich absolut begeistert. Amazonen sind richtig toll, sie haben etwas an sich, das mich total fasziniert. Das hat auch die Autorin hier sehr gut eingefangen, sie hat sie wirklich toll ins Geschehen eingebaut.
Allerdings kam für mich immer nur bedingt Spannung auf. Immer wenn sie sich entfalten konnte hielt sie nicht lange an. Das lag auch daran das es mir alles viel zu schnell voranging. Es kam mir so alles doch sehr oberflächlich vor, man verweilt nicht so lange, sondern rennt regelrecht durch die Handlung. Das fand ich richtig schade, denn so lässt die Autorin sehr viel Potential liegen.

Das Ende ist dann ein ziemlich böser Cliffhanger. Er animiert zum Weiterlesen. Ich allerdings werde es wohl bei Band 1 belassen, den Drang weiterzulesen habe ich nicht wirklich.

Zusammengefasst gesagt ist „Ainias Geheimnis“ von Dani Aquitaine ein Auftaktband der nicht halten kann was Klappentext und Cover versprechen.
Charaktere, die gut beschrieben, deren Handlungen aber nicht alle nachvollziehbar sind, ein nach kurzer Einlesezeit gut lesbarer Stil der Autorin und eine Handlung, der eine richtig tolle Idee zugrunde liegt, deren Umsetzung aber nicht unbedingt gelungen ist, lassen mich wirklich zweigespalten zurück. Die Autorin lässt leider zu viel Potential liegen.
Schade eigentlich!

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