Gelesen: „Im Bann der Traumzeit“ von Christiane Lind

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 681 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 403 Seiten
Sprache: Deutsch

»Solange die Vergangenheit wie ein Stein auf deinem Weg liegt, wirst du nie gehen können, ohne zu stolpern.«
Hamburg 1876: Als der Mann, den Auguste liebt, ihre Schwester heiratet, flüchtet sie nach Queensland. In Australien beginnt sie ein neues Leben als Forscherin. Während einer Expedition wird die mutige Frau Zeugin eines unfassbaren Verbrechens, das sie zu verhindert versucht. Ihr couragiertes Einschreiten kostet Auguste beinahe das Leben, doch Aborigines retten sie. Kann sie den Menschen dieser fremden Kultur wirklich vertrauen?
Mehr als hundert Jahre später macht sich die junge Deutsche Franziska auf die Suche nach Augustes Geschichte. Als sie auf Spuren eines dunklen Geheimnisses stößt, begibt sie sich auf eine Traumreise mit Aborigines, die ihr Leben für immer verändern wird.
(Quelle: Amazon)

Von Christine Lind habe ich bereits einen anderen Roman gelesen und damals auch für sehr gut befunden. Nun endlich stand mit „Im Bann der Traumzeit“ endlich wieder ein Roman aus ihrer Feder auf meinem Leseplan und ich war richtig gespannt darauf.
Das Cover hat mich auf Anhieb total angesprochen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher habe ich das Buch dann auch flott gelesen.

Die hier handelnden Charaktere sind der Autorin sehr gut gelungen. Als Leser kann man sie sich vorstellen, kann sich in sie hineinversetzen und die Handlungen so auch gut nachvollziehen.
In der Gegenwart ist es Franziska, die man als Leser begleitet. Sie hat mit ihren ganz eigenen inneren Dämonen zu kämpfen, etwas das ihr Leben aber vollkommen zu zerstören droht. Sie ist die Erbin einer Farm im Australischen Hinterland, doch sie traut der ganzen Sache nicht. Es gibt einfach zu viele Geheimnisse. Ich empfand Franziska als sympathisch und mutig dargestellt, ich konnte verstehen das sie mehr über ihre Vorfahrin in Erfahrung bringen wollte.
In der Vergangenheit, Ende des 19. Jahrhunderts, ist es Auguste, die der Leser kennenlernt. Sie ist unglücklich verliebt und flieht nach Australien, zu ihrem Onkel, einem Forscher. Auguste ist ebenfalls sehr neugierig und will auch forschen. Doch so wirklich klappt das nicht und sie gerät in Gefahr. Auch Auguste gefiel mir sehr gut, ich mochte ihren Mut und auch das sie ihren eigenen Kopf hat.

Der Schreibstil der Autorin ist so herrlich locker und flüssig, sie hat mich von Beginn an vollkommene in den Bann ihrer Geschichte ziehen können.
Die Handlung hat mich echt total gepackt. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen, war total drin und habe mich richtig wohlgefühlt zwischen den Zeilen.
Die Autorin schafft es hier perfekt Gegenwart und Vergangenheit miteinander zu verknüpfen, sie erzeugt Spannung, es gibt Liebe, viele verschiedene Emotionen und das alles vor der beeindruckenden Kulisse Australiens. Man erfährt hier viel über das Land und seine Eingeborenen. Die Autorin hat sehr gut recherchiert, man merkt einfach wie viel ihr an diesem Kontinent liegt.

Das Ende ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Es macht alles richtig schön rund, schließt diesen Roman hier wunderbar ab und entlässt den Leser zufrieden zurück in das normale Leben.

Insgesamt gesagt ist „Im Bann der Traumzeit“ von Christiane Lind ein verdammt guter Roman vor einer richtig schönen Kulisse.
Interessante Charaktere, ein flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als spannend, emotional und sehr abwechslungsreich empfunden habe, haben mir richtig tolle Lesestunden beschert und mich echt begeistert.
Absolut zu empfehlen!

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