Gelesen: “ICE: Wenn die Welt gefriert” von Sandra Bäumler

Format: Kindle Ausgabe
Dateigröße: 1481 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 260 Seiten
Verlag: Drachenmond Verlag (23. Juli 2019)
Sprache: Deutsch

Die Reward Huntress Cyra Stern und ihr Gefangener Adam stürzen auf einem fremden Planeten ab und können das Raumschiff gerade noch verlassen, bevor es in den Tiefen eines Ozeans versinkt. Kurz vor dem Absturz kann Cyra eine menschliche Station lokalisieren. Der Weg dorthin führt durch einen Dschungel voll unbekannter Gefahren, doch am bedrohlichsten ist Adam, ein gesuchter Mörder, der so tödlich wie anziehend ist. Als sie endlich die Station erreichen, kommt alles anders als gedacht, denn Cyra wird zur Gefangenen und Adam kann fliehen. Doch wieso wird sie des Hochverrats beschuldigt und was hat ihre im Koma liegende Schwester Medea mit alldem zu tun?
(Quelle: Drachenmond Verlag)

Von Sandra Bäumler kannte ich bereits andere Bücher, in denen sie es mir nicht immer leicht gemacht hat. Nun also hatte ich die Chance „ICE: Wenn die Welt gefriert“ aus ihrer Feder zu lesen und entsprechend war ich natürlich gespannt darauf.
Das Cover hat mich bereits total angesprochen und der Klappentext versprach mir richtig gute Lesestunden. Daher habe ich auch nach dem Laden flott mit dem Lesen begonnen.

Ihre Charaktere hat die Autorin richtig gut gezeichnet und dann ins Geschehen integriert. Ich konnte sie mir alle vorstellen, konnte ihre Handlunge gut verstehen.
Cyra gefiel mir echt gut. Sie wirkte tough und mutig auf mich. Ihre Schwester ist ihr Ein und Alles, für sie würde sie wirklich alles tun. Mir war sie sympathisch, ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen.
Adam lernt man direkt zu Anfang gleich kennen. Zuerst konnte ich ihn nicht richtig einschätzen, habe mich etwas schwer getan mit ihm. Doch hinter Adam steckt weit mehr als man ahnt. Er ist ebenso ein richtig toller Charakter.

Die weiteren Charaktere, wie beispielsweise die KI-Einheit Betty oder eben Cyras Schwester Dea, fügen sich ebenfalls sehr gut ins Geschehen ein. Sie alle passen sehr gut und bringen jeder nochmals ganz eigene Dinge mit.

Der Schreibstil ist wirklich klasse. Ich bin flüssig und locker durch die Geschichte hier hindurch gekommen, konnte wirklich gut und leicht folgen und auch alles verstehen.
Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweise von Cyra und Adam. Somit ist man beiden als Leser noch näher, kann ihre Gedanken und Gefühle noch viel besser verstehen.
Die Handlung selbst hat mich von Beginn an gefesselt. Man wird als Lese direkt zu Anfang ins Geschehen hineingeschmissen, kann diesem dann aber problemlos folgen. Es entwickelt sich hier auch stetig immer mehr Spannung, die einen durch die Seiten rauschen lässt. Immer wieder gibt es Wendungen, die mich total überrascht haben, die ich so nicht habe kommen sehen. Ich war vollkommen drin, von Anfang bis Ende.
Es ist aber nicht nur die eingebrachte Spannung, die mich gefangen genommen hat, auch die aufkeimenden Gefühle und Emotionen werden sehr gut zum Leser transportiert. Die Autorin hat eine richtig gelungene Mischung geschaffen.

Das Ende ist dann in meinen Augen genau richtig gewählt. Es passt sehr gut zur Gesamtgeschichte hier, macht diese schön rund und schließt sie wirklich gut ab.

Alles in Allem ist „ICE: Wenn die Welt gefriert“ von Sandra Bäumler ein verdammt guter Science-Fiction Roman, der mich echt gut für sich gewinnen konnte.
Interessante Charaktere, ein flüssiger angenehm zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die den Leser direkt gefangen nimmt und sich dann spannend und zum Teil auch unerwartet entwickelt, haben mir richtig gute Lesestunden beschert und mich von sich überzeugt.
Wirklich zu empfehlen!