Gelesen: “Das Geheimnis der Fjordinsel” von Christine Kabus

Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (31. Juli 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404178483
ISBN-13: 978-3404178483
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren

Zwei außergewöhnliche Frauen und ein folgenschweres Vermächtnis …
Ostfriesland, 1980. Für die junge Rike bricht nach dem Tod ihres geliebten Großvaters eine Welt zusammen. Gleichzeitig erfährt sie, dass ihre Großmutter nicht vor langer Zeit gestorben ist – wie sie angenommen hatte -, sondern eines Tages plötzlich verschwand. Warum hat sie ihre Familie damals so überstürzt verlassen? Eine erste Spur führt Rike nach Norwegen, auf eine kleine Insel im Oslofjord, wo sie auf ein Geheimnis stößt, das zurückreicht in die Zwanzigerjahre – in die Zeit der Prohibition und die gefährliche Welt der Schmuggler …
(Quelle: Bastei Lübbe)

Von der Autorin Christine Kabus kannte ich bereits andere Romane, die mich auch immer richtig gut unterhalten konnten. Jetzt stand mit „Das Geheimnis der Fjordinsel“ ihr neuestes Werk auf meinem Leseplan und ich war echt total gespannt darauf.
Der Klappentext versprach mir echt tolle Lesestunden und das Cover macht schlicht total neugierig auf den Inhalt. Daher habe ich das Buch dann auch direkt nach Erhalt begonnen.

Ihre Charaktere hat die Autorin sehr gut gezeichnet. Ich empfand sie alle als vorstellbar und die Handlungen waren zu verstehen.
In der Vergangenheit ist es die junge Johanne, die man als Leser sehr gut kennenlernt. Sie kommt aus recht gutem Haus, ihrer Familie gehört ein Weinhandel, was ihr zudem Ansehen verleiht. Bis zu einem tragischen Vorfall, der alle Zukunftspläne Johannes zunichtemacht. Mir gefiel sie wirklich gut, sie gibt nicht auf, weiß ziemlich genau was sie will und tut dafür dann auch alles. Und Johanne hat ihren ganz eigenen Kopf, was sie im Geschehen mehr als nur einmal zeigt.
In der Gegenwart lernt man als Leser Rike kennen. Sie lebt in Deutschland, genauer gesagt auf Ostfriesland, und liebt es zur See zu fahren. Rike ist ein Familienmensch, ihr Opa ist ihr ein und alles. Bis er stirbt. Das wirft Rike total aus der Bahn. Auch Rike gefiel mir sehr gut. Ich konnte ihre Gefühle sehr gut nachvollziehen, habe mit ihr geweint und mitgefiebert.

Neben den beiden jungen Frauen gibt es noch einige andere Charaktere, wie Opa Fietje, Rikes Mutter Beate, Johannes Schwester Dagny oder auch die anderen Familienmitglieder, die sich alle samt richtig gut ins Geschehene einfügen. Jeder gibt dem Geschehen noch ganz eigene Dinge, hat einen festen Platz.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und flüssig zu lesen. Man wird mit jedem Wort mehr ins Geschehen hineingezogen, kann sich nicht entziehen. Zudem ist alles nachvollziehbar und gut zu verstehen.
Geschildert wird das Geschehen auf zwei Zeitebenen. Zum einen folgt man hier als Leser Johanne in der Vergangenheit. In der Gegenwart ist es Rike, deren Geschichte erzählt wird. Beide Erzählstränge werden zum Ende hin miteinander verwoben, ergeben dann ein stimmiges Ganzes.
Die Handlung selbst hat mich echt gepackt. Ich war von Beginn an drin und wollte einfach immer wissen was weiter passiert. Ich empfand das Geschehen als spannend und auch dramatisch, genauso wie man hier auch Liebe vorfindet. Hinzu kommen historische Dinge und ein Familiengeheimnis, was von der Autorin sehr gut ins Geschehen eingearbeitet wurde.
Und natürlich ist auch die schöne Landschaft Norwegens nicht zu verachten. Es ist für mich immer wieder toll einen Roman der Autorin zu lesen, denn sie schafft es immer wieder mich mit ihren Worten in dieses Land zu entführen.

Das Ende ist dann in meinen Augen sehr gut gelungen. Die Handlungsstränge werden hier zu einem stimmigen Ganzen verknüpft, es wird alles rund und sehr gut abgeschlossen.

Kurz gesagt ist „Das Geheimnis der Fjordinsel“ von Christine Kabus ein Roman, der mich wieder einmal total einfangen konnte.
Sehr gut beschriebene vorstellbare Charaktere, ein flüssiger sehr gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend, dramatisch und emotional empfand und deren Kulisse mich wieder richtig beeindruckt hat, haben mir echt tolle Lesestunden beschert und mich vollkommen begeistert.
Absolut zu empfehlen!

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