Gelesen: „Hexenlied“ von Antonia Michaelis

Gelesen: „Hexenlied“ von Antonia Michaelis

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Oetinger (22. Juli 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3789110523
ISBN-13: 978-3789110528
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

Tim ist scheinbar ein ganz normaler Jugendlicher. In Lilith dagegen sehen alle eine Außenseiterin. Als Lilith in der Theatergruppe die Hauptrolle der mexikanischen Hexe, „la bruja“, übernimmt, hat das seltsame Auswirkungen. Sobald „la bruja“ die Bühne betritt, wirken alle wie gebannt in ihren Rollen. Außerhalb der Proben entwickelt sich zudem ein besonderes Verhältnis zwischen Tim und „la bruja“. Doch bald gibt es erste Gerüchte, dass Lilith tatsächlich eine Art Hexe sein könnte. Denn immer mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Theaterstück und Realität.
(Quelle: Oetinger)

Bisher konnte mich Antonia Michaelis mit ihren Geschichten immer richtig gut unterhalten. Umso gespannter war ich daher auch auf ihr neuestes Werk „Hexenlied“, das im Oetinger Verlag erschienen ist.
Das Cover dieses Buches gefiel mir auf Anhieb total gut und der Klappentext versprach mir richtig tolle Lesestunden. Daher habe ich das Buch nach dem Erhalt auch flott angefangen zu lesen.

Ihre Charaktere hat die Autorin hier richtig gut gezeichnet. Man kann sie sich als Leser vorstellen, auch wenn nicht jeder direkt alles von sich preisgibt.
So trifft man als Leser hier auf Tim. Er ist wirklich ein liebenswerter Junge, den man als Leser auch direkt richtig gerne mag.
Dann gibt es hier Lilith. Sie ist eigen, man muss sie als Leser „entdecken“ um sie wirklich auch gänzlich zu verstehen.

Neben den Beiden genannten gibt es noch andere Figuren, die sich auch alle wirklich sehr gut ins Geschehen einfügen. Jeder bringt hier auch ganz eigene Dinge mit, was ich richtig interessant fand.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich unverwechselbar. Ich bin auch hier wieder flüssig und gut durch die Handlung gekommen, konnte ganz ohne Probleme folgen und auch alles verstehen. Zum Teil schreibt die Autorin auch richtig poetisch, was sehr gut zur Geschichte hier passt.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Tim. So ist man als Leser viel näher an ihm dran, was mir persönlich richtig gut gefiel.
Die Handlung hat mich nicht von Beginn an gepackt. Es hat ein paar Seiten gedauert bis ich wirklich drin war.
Die Idee hinter der Geschichte fand ich echt genial. Die Umsetzung ist dann auch sehr gut gelungen. Es entwickelt sich hier eine spannende und nervenaufreibende Geschichte, wo man als Leser zu keiner Zeit wirklich ahnt wohin die Reise am Ende geht. Hier verwischen wirklich die Grenzen zwischen Realität und Fantasie, es wirkte zudem alles sehr mysteriös und geheimnisvoll auf mich. Eben ganz so wie man es von der Autorin gewohnt ist.

Das Ende ist dann ein Showdown der bis zum Ende an die Seiten fesselt. Der Schluss ist temporeich, unerwartet und hat mich zum Teil auch schockiert. Er passt aber auf jeden Fall ganz wunderbar zur Gesamtgeschichte und macht alles rund.

Zusammengefasst gesagt ist „Hexenlied“ von Antonia Michaelis ein Jugendroman, der mich auch gut einfangen konnte.
Interessante Charaktere, die sich dem Leser zum Teil aber erst nach und nach richtig offenbaren, ein mitreißender flüssiger Stil der Autorin und eine Handlung, die mich zwar nicht von Beginn an vollkommen packen konnte, die sich dann aber echt spannend und auch mysteriös entwickelt, haben mir sehr unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

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