Gelesen: „Ein Happy End ist erst der Anfang“ von Becky Albertalli

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Carlsen (22. März 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551583994
ISBN-13: 978-3551583994
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Wenn Leah Schlagzeug spielt, kommt sie nicht so leicht aus dem Takt. Wäre das im echten Leben doch auch so! Aber manchmal fühlt Leah sich, als ob sie von außen auf ihr Leben schaut. Was wird wohl nach der Schulzeit kommen? Wird sie ihre Freunde überhaupt noch sehen? Dieser Gedanke jagt ihr Angst ein – vor allem, weil sie für eine ganz bestimmte Person weitaus mehr empfindet, als sie sich eingestehen will.
(Quelle: Carlsen)

Nachdem mit der Roman „Nur drei Worte“ von Becky Albertalli wirklich gut gefallen hatte war ich  umso gespannter auf „Ein Happy End ist erst der Anfang“ von ihr.
Das Cover hat mich auf Anhieb total angesprochen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher habe ich mir das Buch auch geschnappt und dann ging es los.

Die hier handelnden Charaktere sind bereits gut bekannt. Man kehrt als Leser somit zu Freunden zurück, erlebt ein weiteres Mal wie es ihnen so ergeht.
Im Vordergrund steht hier klar Leah. Sie ist Simons beste Freundin und eine sehr interessante Person. Ihre Gefühle sind sehr intensiv , sie traut sich aber eine ganze Zeit lang nicht sie offen zu zeigen. Leah steht zudem nicht unbedingt gerne im Mittelpunkt, lieber schaut sie sich alles aus sicherer Entfernung an. Sie beobachtet und analysiert viel lieber. Doch gerade das macht Leah in meinen Augen aus, sie ist zudem ein ziemlich sturer Kopf und hat einen absolut genialen Sarkasmus an sich. Eben ein Mädel das man einfach gerne haben muss.

Neben Leah taucht hier natürlich auch ihre Clique wieder auf. Als Leser trifft man auf Simon, Abby oder auch Garret. Sie alle gehören dazu und haben einfach einen festen Platz hier im Geschehen.

Der Schreibstil der Autorin ist herrlich. Sie schreibt so locker und flüssig, es machte mir einfach total viel Spaß dem Geschehen hier zu folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Leah. Mir gefiel diese Ich-Perspektive sehr gut, denn so ist man ihr einfach noch viel näher und bekommt einen guten Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.
Die Handlung hat mich bereits nach ein paar Seiten total für sich gewonnen. Es war irgendwie wie nach Hause kommen, man verfolgt die Charaktere auf ein Neues. Ich fand es sehr interessant der Geschichte hier beizuwohnen. Es geht hier emotional zu, die Gefühle sind ein sehr wichtiger Bestandteil dieser Geschichte hier.
Es ist aber eben auch eine Geschichte des Selbstfindens, des Erwachsenwerdens und der Freundschaft. Er ist wirklich perfekt für die Zielgruppe, doch auch wenn man nicht dazugehört, man fühlt sich als Leser trotzdem extrem wohl in der Geschichte.

Das Ende ist genau richtig. Es passt wunderbar zur Gesamtgeschichte. Es macht dieses Geschehen hier richtig schön rund und entlässt seine Leser sehr zufrieden.

Alles in Allem ist „Ein Happy End ist erst der Anfang“ von Becky Albertalli ein Jugendroman, der mich vollkommen für sich gewinnen konnte.
Interessante Charaktere, die sich auch wunderbar ins Geschehen einfügen, ein flüssiger leicht zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als emotional und gefühlvoll empfunden habe und deren Themen ideal sind für die angesprochene Zielgruppe, haben mir richtig tolle Lesestunden beschert und mich echt begeistert.
Absolut zu empfehlen!