Gelesen: “Die andere Hälfte der Augusta Hope” von Joanna Glen

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Arche Literatur Verlag AG (23. August 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3716027820
ISBN-13: 978-3716027820

Augusta und Julia sind Zwillingsschwestern. Julia ist noch in den letzten Stunden des Juli geboren, Augusta in der Morgendämmerung des ersten August. Obwohl sie gemeinsam auf die Welt kamen, könnten sie unterschiedlicher kaum sein: Augusta sehnt sich in die Ferne, Julia ist zufrieden dort, wo sie ist. Julia ist ruhig und beständig, während Augusta aufgrund ihrer schwirrenden Gedanken und ihres ständigen Reisefiebers „Libelle“ genannt wird. Doch so verschieden Augusta und Julia auch sind, sie halten zusammen wie Pech und Schwefel. Bis Augusta ihre Schwester auf tragische Weise verliert. Augusta muss sich neu im Leben zurechtfinden, als ein Mensch, dem viel zu früh eine Hälfte abhandengekommen ist. Doch Augusta, die Libelle, breitet ihre Flügel aus …
(Quelle: Arche Literatur Verlag)

Der Roman „Die andere Hälfte der Augusta Hope“ stammt von der Autorin Joanna Glen. Es ist ihr Debüt, das mich besonders vom Cover her angesprochen hat. Nach dem Lesen des Klappentextes wusste ich, dieses Buch sollte ich lesen. Daher habe ich es mir auch nach dem Erhalt direkt geschnappt.

Die Charaktere der Geschichte hier sind der Autorin wirklich richtig gut gelungen. Man kann sie sich als Leser alle samt vorstellen, sie hatten alle Tiefe und die Handlungen waren auch gut nachzuvollziehen.
Augusta ist eine wirklich tolle Persönlichkeit. Genauso wie es Julia auch ist. Dennoch die beiden sind grundverschieden, wie Tag und Nacht oder auch das Positive und das Negative. Während Julia eher immer versucht perfekt zu sein was ihr Verhalten und ihre Schulnoten angeht, so ist Augusta eher jemand, die am liebsten die Welt entdecken will. Sie kann es kaum abwarten bis sie endlich das Elternhaus verlassen kann. Augusta liebt es zu Lesen, sie hat einen ungeheuren Wissendurst.
Man begleitet die beiden in der Pubertät, dann wie sie erwachsen werden und man erfährt so auch sehr viel über die Familie der Zwillinge.

Neben den Zwillingen und deren Familie taucht hier noch ein Junge namens Parfait auf. Er lebt zwar weite weg von Augusta, seine Geschichte gleicht aber der von Augusta stark.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich absolut klasse. Sie schreibt sehr poetisch, es ist ein richtiger Genuss diese Geschichte hier zu lesen. Ich bin sehr flüssig und gut durch die Seiten gekommen, konnte alles sehr gut verstehen.
Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweisen von Augusta und Parfait. Dadurch ergeben sich zwei Handlungsstränge, zwei Geschichten, die parallel laufen.
Die Handlung hat mich echt von Beginn an gepackt. Durch die zwei Handlungsstränge wird es komplex aber niemals unübersichtlich. Es passiert viel im Laufe der Jahre, manches davon ist sehr ergreifend oder auch herzzerreißend.
Ich weiß gar nicht was ich hier eigentlich für eine Geschichte erwartet habe, ich bin ganz ohne Erwartungen an das Buch rangegangen. Bekommen habe ich auf jeden Fall eine vielleicht etwas skurrile aber sehr gefühlvolle, einzigartige Geschichte. Sie hebt sich durch diese Andersartigkeit definitiv von der breiten Masse ab.

Das Ende ist wirklich gelungen. Ich empfand es als stimmig, es hat mich berührt und in meinen Augen macht es diese Geschichte hier rund, schließt sie sehr gut ab.

Kurz gesagt ist „Die andere Hälfte der Augusta Hope“ von Joanna Glen ein Roman, der mich richtig gut für sich gewinnen konnte.
Charaktere, die alle samt tiefgründig und facettenreich gezeichnet sind, ein flüssiger sehr poetisch zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die einzigartig, komplex, gefühlvoll und irgendwie auch skurril gehalten ist, haben mir wundervolle Lesestunden beschert und mich überzeugt.
Absolut zu empfehlen!

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