Gelesen: “The Kingdom: Das Erwachen der Seele” von Jess Rothenberg

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Oetinger (19. August 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3789114073
ISBN-13: 978-3789114076
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

Du siehst aus wie ein Mensch. Du sprichst wie ein Mensch. Aber kannst du auch fühlen wie ein Mensch?
Verborgen hinter einem großen Tor liegt The Kingdom, ein atemberaubender Fantasy-Erlebnispark mit biotechnischen Lebewesen voller Schönheit und Einzigartigkeit. Unter ihnen sieben makellose Prinzessinnen, die dir jeden Wunsch erfüllen. Szenenwechsel – Gerichtssaal: Prinzessin Ana soll den Parkangestellten Owen ermordet haben, für den sie Gefühle hatte. Doch sind künstliche Intelligenzen wirklich in der Lage, Emotionen und eine eigene Moral zu entwickeln? Ein Jahrhundertprozess beginnt, in dessen Verlauf nicht weniger als die Frage nach Schuld und Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert verhandelt wird.
(Quelle: Oetinger)

Von Jess Rothenberg hatte ich bis jetzt noch nichts gelesen. Nun also stand mit „The Kingdom: Das Erwachen der Seele“ ein Buch von ihr auf meinem Leseplan und ich war richtig gespannt darauf.
Das Cover ist sehr gut gelungen, es hat mich auf Anhieb angesprochen. Und der Klappentext machte mich neugierig. Daher habe ich direkt nach dem Erhalt mit dem Lesen begonnen.

Die hier auftauchenden Charaktere sind der Autorin sehr gut gelungen. Man kann sie sich als Leser sehr gut vorstellen und auch alles soweit nachvollziehen.
Ana fand ich sehr interessant. Sie ist ungewöhnlich, denn Ana ist kein Mensch, sondern eine Fantastin. Sie besteht zum einen aus Fleisch und Blut, hat aber eben auch Drähte, ist eine sogenannte Künstliche Intelligenz. Mir gefiel Ana sehr gut und ich empfand es als sehr faszinierend ihren Weg zu verfolgen. Zu erleben wie sie immer mehr Gefühle entwickelt, wie sie immer menschlicher wird.
Neben Ana gibt es noch ihre Schwestern oder auch Owen, die sich alle sehr gut ins Geschehen einfügen. Bei Owen war ich mir jedoch lange Zeit nicht wirklich sicher, wie ich ihn nehmen sollte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und man kommt als Leser wirklich gut durch die Geschichte hindurch. Ich konnte sehr gut folgen und auch alles gut verstehen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Ana. Hierfür hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet, was ich sehr passend fand. So ist man als Leser immer direkt dabei und lernt sie gut kennen.
Die Handlung selbst hat mich am Anfang ein wenig verwirrt. Ich habe ein paar Seiten gebraucht um mich wirklich zurecht zu finden. Dann aber kam der Moment, da war ich vollkommen drin und konnte das Buch dann auch nicht mehr weglegen.
Es baut sich recht schnell Spannung auf, man fragt sich als Leser wie alles wirklich zusammenhängt. Als Leser folgt man hier zwei Handlungen. Zum einem gibt es eine Handlung, die vor einem Jahr angesiedelt ist und die sich als Haupthandlung herauskristallisiert. Dann gibt es aber auch noch einen Handlungsstrang, der vor einem Jahr spielt. Einerseits empfand ich dies als interessant aber eben auch, wie schon angesprochen, etwas verwirrend. Die verschiedenen Orts- und Zeitangaben haben ihr Übriges dafür getan.
Das Setting ist wirklich ungewöhnlich. Ich habe noch nie ein Buch über solch einen Vergnügungspark gelesen, wo es künstliche Menschen gibt. Irgendwie war es merkwürdig aber auch sehr faszinierend.

Das Ende ist für meinen Geschmack leider zu offen. Es bleiben zu viele Fragen, die einer Antwort bedürfen. Ich hoffe wirklich es wird noch eine Fortsetzung geben, damit diese dann auch beantwortet werden.

Kurz gesagt ist „The Kingdom: Das Erwachen der Seele“ von Jess Rothenberg ein Roman, der mich richtig gut für sich gewinnen konnte.
Interessante Charaktere, ein flüssig zu lesender einnehmender Stil der Autorin und eine Handlung, die mich zwar zunächst verwirrt hat, dann aber mit Spannung und ungewöhnlichem Setting total fesseln konnte, haben mir sehr unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

1 Kommentar zu „Gelesen: “The Kingdom: Das Erwachen der Seele” von Jess Rothenberg“

  1. Hey Manja 😊

    Tolle Rezension – mich hat das Buch auch begeistert, aber ich stimme dir absolut zu, was das offene Ende angeht. Für mich ist das Ende nur sehr gelungen, wenn es einen Folgeband gibt, weil dann hat die Autorin es geschafft, mich sehr neugierig zurückzulassen. Wenn es aber keinen 2. Band gibt, dann bleibe ich so unwissend und dann war mir das Ende tatsächlich zu offen…

    Liebe Grüße
    Clary
    http://www.buecherportalezwischendenwelten.wordpress.com

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