Gelesen: “Das Versprechen des Bienenhüters” von Christy Lefteri

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Limes Verlag (2. September 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3809027154
ISBN-13: 978-3809027157

Nuri ist Bienenhüter, mit seiner Familie führt er ein einfaches, aber erfülltes Leben im syrischen Aleppo. Bis das Undenkbare passiert und der Krieg ihr Zuhause erreicht. Nuris kleiner Sohn Sami wird bei einem Bombenanschlag getötet, seine Frau Afra erblindet. Sie müssen fliehen, um zumindest ihr eigenes Leben zu retten. Die Trauer um Sami und Erinnerungen an das einst glückliche Leben begleiten sie auf dem langen, gefährlichen Weg durch eine Welt, die nicht auf sie gewartet hat und selbst die Mutigsten in die Knie zwingt. Doch in England wartet Nuris Cousin Mustafa mit einem Bienenstock, der neuen Honig und neues Leben verspricht. Aber die größte Herausforderung liegt noch vor Nuri und Afra: wieder zueinander zu finden und gemeinsam die Hoffnung an ein neues Leben zu bewahren.
(Quelle: Limes Verlag)

Der Roman „Das Versprechen des Bienenhüters“ stammt von Christy Lefteri. Es ist das Debüt der Autorin und ich wurde hier besonders vom Cover angesprochen. Nachdem ich auch den Klappentext kannte war mir klar dieses Buch muss auf meine Leseliste. Und so habe ich mich nach dem Erhalt dann auch direkt ans Lesen gemacht.

Die Charaktere dieses Buches hier werden von der Autorin sehr gut dargestellt und ins Geschehen integriert. Ich empfand sie alle als vorstellbar und authentisch dargestellt.
Nuri lebt mit Frau und Sohn in Aleppo. Sein Beruf ist seine Leidenschaft, er liebt die Bienen. Es ist eine glückliche Atmosphäre bis zum Krieg. Der Sohn kommt um und Nuri und seine Frau müssen flüchten. Als Leser lernt man die Familie sehr gut kennen, bekommt einen guten Einblick in das Leben und erlebt dann auch die schwierige Flucht. Ich konnte mich sehr gut in Nuri und seine Frau hineinversetzen, konnte mit ihnen mitfühlen.

Es sind aber nicht nur Nuri und seine Frau, die man als Leser kennenlernt, hier gibt es noch viele weitere Flüchtlinge, die integriert wurden. Es sind alles individuelle Schicksale, die sich gut zusammenfügen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und gut zu lesen. Man kann dem Geschehen sehr gut folgen und als Leser auch alles verstehen.
Die Handlung hat mich wirklich beeindruckt. Die Autorin greift hier ein wirklich hochaktuelles Thema auf, versucht dieses dem Leser näherzubringen.
Das Geschehen hat mich wirklich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt, es wirkt alles sehr emotional und ergreifend. Es ist der Weg aus einem Land in Sicherheit, ein Weg der sehr steinig ist. Doch es ist nicht nur ein Buch über Schicksale, es öffnet auch Augen, macht das Thema Flüchtlinge greifbarer, noch realistischer als es bereits ist.

Das Ende ist dann in meinen Augen genau passend. Die Autorin erklärt ja bereits zu Anfang wie es letztlich ausgeht. Mich hat dies gar nicht gestört, eher im Gegenteil, ich wurde nur neugieriger darauf wie der Weg der Flüchtlinge wirklich ist.

Kurz gesagt ist „Das Versprechen des Bienenhüters“ von Christy Lefteri ein gelungenes Debüt, das mich vollkommen für sich gewinnen konnte.
Gut dargestellte Charaktere, ein flüssiger sehr gut zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die ich als realistisch empfand und die ein hochaktuelles Thema aufgreift, haben mir bewegende Lesestunden beschert und mich überzeugt.
Wirklich zu empfehlen!

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