Gelesen: „Erebos 2“ von Ursula Poznanski

Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Loewe Verlag GmbH (14. August 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 374320049X
ISBN-13: 978-3743200494
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

EREBOS IST ZURÜCK …UND HAT DAZUGELERNT
Als Nick auf seinem Smartphone ein vertrautes Icon in Gestalt eines roten E entdeckt, glaubt er zuerst an einen Zufall. Aber dann wird ihm klar: Erebos hat ihn wiedergefunden …
Der sechzehnjährige Derek hingegen ist nur kurz misstrauisch, als das rote E auf seinem Handy aufleuchtet. Zu spät begreift er, dass er selbst zu einer Spielfigur geworden ist. Und es um viel mehr geht, als er sich je hätte vorstellen können …
(Quelle: Loewe Verlag)

Ursula Poznanski war mir als Autorin keine Unbekannte mehr. Und auch den ersten Band von „Erebos“ habe ich damals vor 9 Jahren gelesen und für verdammt gut befunden. Als es jetzt hieß es würde einen zweiten Band geben war klar ich musste „Erebos 2“ auch unbedingt lesen.
Das Cover ist wirklich genial gemacht, dieses Geld mit dem Auge und dem Titel springt einen einfach total an. Und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden und machte mich extrem neugierig. Daher habe ich das Buch nach dem Kauf auch direkt gelesen.

Die hier handelnden Charaktere sind der Autorin gelungen. Manche von ihnen waren bereits aus Teil 1 bekannt, man lernt aber auch andere, neue, kennen. Sie alle sind vorstellbar beschrieben und die Handlungen sind verständlich geschildert.
Nick kannte ich bereits aus Teil 1. Damals war er 16, jetzt ist er 26 und ein Mann. Er ist nicht mehr so naiv, Erebos hat ihn geprägt, hat ihn sicherlich auch verändert. Daher ist er nicht besonders glücklich als das Spiel zurück ist und er will nichts damit zu tun haben. Ich konnte seine Beweggründe nachvollziehen und habe dann auch verstanden warum er es dennoch macht. Nick wird hier im Handlungsverlauf immer reifer und er versteht auch letztlich worum es geht.
Derek ist 16 und neu dabei. Für ihn ist es das erste Mal das er Erebos spielt und er ist fasziniert davon. Doch auch er macht schnell Bekanntschaft mit dem wirklichen Spiel, mit den Konsequenzen. Zuerst war mir nicht klar welche Rolle Derek hier spielt, mit der Zeit aber habe ich immer klarer gesehen, habe die Zusammenhänge verstanden. Mir gefiel Derek gut und ich habe auch nachvollziehen können das er handelt wie er hier handelt.

Neben den beiden genannten Charakteren gibt es noch einige andere, zum Teil bekannt, teilweise unbekannt. Sie alle fügen sich zu einer stimmigen Mischung zusammen, jeder bringt ganz eigene Dinge mit ins Geschehen hinein.

Der Schreibstil der Autorin ist richtig mitreißend. Ich bin sehr gut ins Geschehen hineingekommen und konnte dann sehr flott und flüssig folgen. Die Seiten sind nur so dahingeflogen, ich war total gefangen im Geschehen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Nick und Derek. Dadurch wird die Spannung hier immer weiter nach oben getrieben, es wird alles komplex aber niemals unübersichtlich. Zwischendrin gibt es immer wieder kurze Passagen aus der Sicht eines Unbekannten, die mysteriös und geheimnisvoll wirken.
Die Handlung selbst hat mich wieder von Beginn an gepackt. Ich war direkt drin, auch wenn bereits eine sehr lange Zeit vergangen ist seit Teil 1. Die Spannungskurve ist hier sehr hoch gehalten und als Leser will man eigentlich immer nur eines, wissen wie alles zusammenhängt und was noch weiter passiert.
Immer wieder hat die Autorin hier Wendungen eingebaut, die man so nicht erwartet, die das Geschehen rund um das Spiel noch viel interessanter und auch undurchsichtiger machen. Auch hier geht es wieder um totale Überwachung, um Kontrolle und es gibt einfach kein Entkommen. Irgendwie ja schon beängstigend aber eben auch faszinierend. Gleichzeitig regt es aber auch zum Nachdenken an, wie abhängig wir uns heutzutage doch von Facebook und Co machen.
Auch die virtuellen Szenen sind der Autorin gut gelungen, diese fügen sich in meinen Augen sehr gut ins Geschehen ein.

Das Ende ist dann in meinen Augen gut gewählt. Es löst sich alles stimmig auf, wird rund und sehr gut abgeschlossen. Mich hat dieser Schluss sehr zufriedengestellt.

Insgesamt gesagt ist „Erebos 2“ von Ursula Poznanski ein Jugendthriller, der mich richtig gut für sich gewinnen konnte.
Interessante sehr gut dargestellte Charaktere, ein flüssiger mitreißender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die spannend, mysteriös, abwechslungsreich und geheimnisvoll gehalten ist und die den Leser auch zum Nachdenken anregt, haben mir richtig tolle Lesestunden beschert und mich überzeugt.
Absolut zu empfehlen!

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