Gelesen: “Mein Bruder und ich und das ganze Universum” von Katya Balen

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Carlsen (30. August 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551557616
ISBN-13: 978-3551557612
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 11 Jahren
Originaltitel: The Space We’re In

Ein zutiefst ergreifendes Kinderbuch über Autismus, Freundschaft und Geschwisterliebe!
Franks kleiner Bruder Max hat nie sprechen gelernt, isst nur von dem Teller mit der Micky Maus drauf und hat regelmäßig kleine Zusammenbrüche. Sosehr sich Frank auch bemüht: Manchmal möchte er lieber keinen Bruder haben. Als nun auch noch Mama krank wird, droht die Familie gänzlich auseinanderzubrechen. Doch zum Glück gibt es Granny und den Nachbarn Mark mit seinem Hund. Langsam finden alle wieder ihren Platz in ihrem ganz eigenen Universum – und Frank merkt, wie stolz er auf seinen kleinen Bruder ist.
(Quelle: Carlsen)

Der Jugendroman „Mein Bruder und ich und das ganze Universum“ stammt von der Autorin Katya Balen. Es ist das Debüt der Autorin und ich wurde hier ja besonders vom Cover angesprochen. Hinzu kommt ein vielversprechend klingender Klappentext und so habe ich das Buch dann auch flott gelesen.

Die hier auftauchenden Charaktere hat die Autorin absolut glaubhaft und vorstellbar dargestellt und ins Geschehen eingebracht. Ich empfand sie alle als sehr gut und die Handlungen waren für mich verständlich.
Frank und Max sind Brüder, wobei Frank mit 10 Jahren der Ältere der beiden ist. Es wird hier sehr gut dargestellt wie es Frank geht, was ihn belastet oder was ihn freut. Manches Mal tat mir Frank schon leid, denn er muss auch einiges einstecken. Doch Frank ist auch ein sehr starker Junge, denn er kümmert sich um seinen Bruder, er liebt ihn genauso wie er ist.
Max ist Autist. Ich finde es richtig klasse, das die Autorin dies in ihrem Buch anspricht. Er wird hier sehr gut dargestellt. Und für mich war es immer wieder schön zu lesen wie er sich entwickelt, wie er Fortschritte, auch wenn sie noch so klein waren, macht.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut zu lesen. Die Autorin passt sich ihren Protagonisten und somit auch ihrer Zielgruppe sehr gut an. Man kommt als Leser so auch gut durch die Seiten hindurch und kann problemlos folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Frank. Mir gefiel dies besonders, denn es ist einfach mal etwas anderes.
Die Handlung hat mir richtig gut gefallen. Der Leser bekommt hier nicht nur eine simple Familiengeschichte präsentiert, es ist sehr viel mehr. Die Verbindung, die hier zwischen den Geschwistern vorherrscht hat mich wirklich beindruckt. Die Autorin schafft es so zu zeigen, das es gar nicht so schlimm ist, wenn man anders ist. Eher das Gegenteil ist der Fall, sie zeigt das jeder auf seine Art einzigartig ist. Hier ist nichts geschönt, es wirkte alles authentisch und glaubhaft auf mich. Es ist aber nicht nur das Thema Autismus das aufgegriffen wird, auch andere Dinge spricht die Autorin glaubhaft und realistisch an.

Das Ende ist dann in meinen Augen passend gehalten. Ich empfand es als sehr gut, es schließt die Geschichte hier ab und macht sie in sich rund. Und gleichzeigt aber hallt das Geschehen im Kopf des Lesers noch nach, man denkt auch nach dem Beenden noch drüber nach.

Kurz gesagt ist „Mein Bruder und ich und das ganze Universum“ von Katya Balen ein Debüt das mich richtig gut einfangen konnte.
Sehr gut dargestellte Charaktere, ein altersgerechter angenehm zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung die mir sehr gut gefallen hat und in der die Autorin auch sehr ernste Themen anspricht, haben mir richtig tolle Lesestunden beschert und mich nachhaltig beeindruckt.
Wirklich zu empfehlen!

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